Schwein gehabt! Die Kultursegler wünschen alles Gute für 2016

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Streicheleinheiten für Paul und Pauline.

 

Sie sind Glücksschweine: Paul und Pauline. Seit ihrer Geburt vor vier Monaten leben sie auf freiem Fuß und durchfurchen furchtlos und ausgelassen den Acker. Wer an ihrem Zuhause vorbeikommt, schaut verzückt auf die beiden Borstenviecher. Das kleine Dorf Leest hat seine Attraktion: in Rosa und in Rosa-Schwarz gefleckt. Paul ist eine Züchtung aus Haus- und Wildschwein und versteht sich prächtig mit Zuchtsau Pauline! Hobby-Bauer Zosky bringt den beiden zwei Mal am Tag frisch Gekochtes und Gegartes und verspricht, dass sie auch ihren ersten Geburtstag Ende August 2016 in trauter Zweisamkeit verleben dürfen. Für Pauline ist indes noch lange nicht Schluss: Sie hat für stetigen Nachwuchs zu sorgen. Schwein gehabt!

Die Kultursegler wünschen Ihnen, liebe Leser, für 2016 Gesundheit und dass auch Ihnen das Glück hold ist!

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Das neue Jahr wird angeblasen – Mit Vergnügen auf dem Pfingstberg

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Von königlicher Schönheit: das Belvedere auf dem Pfingstberg. Am Neujahrstag gibt es dort um 12 Uhr das traditionelle Bläserkonzert. Foto: SPSG

Es gehört zum Pflichtprogramm für fast jeden unserer Besucher. Wer mit uns gemeinsam Potsdam erkunden will, muss als erstes hoch auf den Pfingstberg. Manchen schwindelt‘s beim Aufstieg der engen Wendeltreppe des Belvedere. Aber der Ausblick lohnt die Mühe: die von Lenné gestaltete Kulturlandschaft zeigt sich von den beiden Aussichtstürmen auf dem Pfingstberg in ihrer ganzen Herrlichkeit – wohl komponiert und voller Überraschungen. Man sieht die Grazie, mit der die Wasserläufe sanftmütig das grüne Eiland durchziehen, spürt das perfekt in Szene gesetzte Zusammenspiel von Natur und Architektur.

Egal von welcher Seite man sich nähert: Der Pfingstberg mit seinem königlichen Belvedere, entworfen von Friedrich Wilhelm IV. höchst persönlich, präsentiert sich weithin sichtbar mit seinen stattlichen Türmen, die wie Ausrufezeichen in die Landschaft gesetzt sind. Je näher man kommt, umso geheimnisvoller gibt sich das Ensemble. Erst wer seinen grünen Gürtel, den romantischen Garten, durchschreitet, erkennt die Schönheit bis in den Kern.

Welcher Ort könnte also passender sein, um das neue Jahr zu begrüßen?! Die Kultursegler empfehlen deshalb, den Silvester-Kater am Neujahrsmittag dorthin auszuführen und dabei den Blechbläsern von „Con Piacere“, was so viel wie „Mit Vergnügen“ heißt, zu lauschen. Weiterlesen

Miteinander: ein Blick zurück und der Kultursegler-Wunsch für das neue Jahr

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Für den Potsdamer Künstler Peter Rogge sind Engel Spielgefährten, so etwas wie große Geschwister. In seiner aquarellierten Engelserie geht es ihm um den Geist in der Verantwortung: für sich und andere, um das Aufgehoben- statt Ausgeliefertsein. Und dazu kann man gar nicht genug große Geschwister haben.

Es war ein bewegtes Jahr: ein Jahr, das uns aufgewühlt, ja erschüttert hat. Armut und Krieg, vom reichen Westen mit verursacht, klopfen nun an unsere eigene Haustür. Menschen begehren Einlass, die um ihr Leben bangen. Die Angst vor Terrorismus greift um sich und lässt uns erzittern. Und der rechte Mob besetzt mit markigen Worten die Straßen und bellt immer lauter seine Hasstiraden – skandiert von unzufriedenen Mitbürgern, die in allem Fremden eine zusätzliche Belastung fürchten. „Es wird noch kälter in Deutschland“, sagte neulich ein junger einheimischer Mann, der einen dunkelhäutigen Geflüchteten durch Potsdam begleitete. Ich hörte es im Vorbeigehen. Der Satz setzte sich fest. Er meinte sicher nur das Wetter – und sprach doch so viel mehr damit aus. Weiterlesen

Lebendiges Mittelalter – Carmina Burana im T-Werk

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Foto: G. Gnaudschun

Es beginnt mit einem rasanten Siegeszug: “O Fortuna“, Herrscherin der Welt, sei gepriesen! Nach diesem schmetternden Glückstaumel folgen leisere Töne: sanft und hold wie der Frühling. „Carmina Burana“, das Meisterwerk Carl Orffs, ist voll zarter und zugleich derber Empfindungen. Es ist ein bizarres Spiel aus Licht und Schatten. Aus der umfangreichsten Sammlung weltlicher lateinischer Lyrik des Mittelalters entstanden, verherrlicht es die Liebe, beschreibt die Freuden und auch Leiden des Alltags und prangert die Laster des Klerus und der weltlichen Herrscher an.

„Carmina Burana“, dieser kontrastreiche Dauergast auf allen Konzertpodien der Welt, ist inzwischen am Jahresende zu einer festen Größe im T-Werk geworden. Weiterlesen

Frostige Stille im „Güldenen Arm“

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Wenn schon kein Schnee liegt, lassen uns wenigstens die Bilder von Rainer Meißle in den Winter eintauchen. Man spürt sie förmlich, die klirrende Kälte und den eisigen Wind, der um die Bäume fegt.  Fast malerisch muten die Landschaftsfotografien von Rainer Meißle an, die derzeit im Museumshaus „Zum Güldenen Arm“ zu sehen sind. Der in der Prignitz lebende Künstler nimmt sich Zeit, um dem empfindsamen, schnell vergänglichen Spiel von Licht und Schatten auf die Spur zu kommen. Er lauscht dem leise wispernden Dialog wundersame Zwischentöne ab. In der Ausstellung „Stille“ taucht der Besucher in entrückte Stimmungen ein, die in Melancholie versinken. Zugleich kann er sich an frühlingsfrischen, munter pfeifenden Akkorden laben. Es ist ein Vielklang, der den Betrachter umfängt und ihm zugleich den Spiegel vorhält. Weiterlesen

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„Oma, wohnt da unten die Hexe?“. Die Frage meines Enkels ist nicht unbegründet. Die Häuserruinen, auf die wir aus 20 Metern Höhe schauen, verströmen märchenhaften Grusel. Die perfekte Szenerie für „Hänsel und Gretel“. Doch die Hexe bleibt in ihrem Versteck und wir können ungestört die weite Aussicht vom Baumwipfelpfad genießen. Stufe für Stufe haben wir ihn erklommen und den Fahrstuhl links liegen gelassen. Schließlich muss man solche Erlebniswelt aus eigener Kraft erobern. Der Wind pfeift uns um die Nase, wir ziehen den Schal enger um den Hals. Doch es geht noch höher: von den leicht schwankenden Bohlen des 320 Meter langen Pfades über die Baumwipfel, klettern wir weitere 20 Meter den Aussichtsturm hinauf. Weiterlesen

Köttel unterm Baum: Hasenscheiße spielen ihr traditionelles Weihnachtskonzert

Hasenscheiße spielen im Privatclub
Hasenscheiße spielen im Privatclub

„Oft haben Bands tolle Namen, liefern jedoch musikalische Exkremente. Hier isset andersrum.“ –

Hasenscheiße sind eine Institution – schon seit vielen Jahren reist die Potsdamer Band kreuz und quer durch das Land und lässt mit ihren unverwechselbaren „Trash-Balladen“ aus mittlerweile drei Alben die Fan-Schar stetig wachsen. Dabei erzählen die „Hasen“ im feinsten Berlinerisch mit ihren vermeintlich sinnbefreiten bis pseudo-philosophischen Texten (die auf den zweiten Blick aber nicht selten eine tiefere Bedeutung offenbaren) phantasievolle Geschichten, bei denen man sich ein ums andere Mal schmunzelnd fragt, welcher verdrehten Gehirnwindung diese entsprungen sein könnten. Aber zum Überlegen bleibt wenig Zeit: Konzerte von Hasenscheiße sind beste Unterhaltung, die Musik treibt zum Tanzen, Hits wie „Bernd am Grill“, „Die Waden eines Barden“ oder „Süßwasserboys“ gehen sofort ins Ohr und animieren zum Mitsingen.

Eine Konstante im Tourleben der Band ist das schon traditionelle Heimspiel um die Weihnachtstage herum. Weiterlesen

Traditionelle Weihnachtsgans

Wir essen Ente. So ist es Brauch. So war es bei meiner Mutter und so wollen es jetzt auch die Kinder und Enkel. Zwei Stück werden in die Röhre geschoben – und so gibt es am 2. Weihnachtsfeiertag noch ein Knochenabknabbern – gestreckt mit Rot- und Grünkohl. Vielleicht durchbreche ich im kommenden Jahr doch mal unseren Brauch und probiere mich an Lilis Weihnachtsgans-Rezept aus? Es bleiben 12 Monate, um das zu entscheiden. Zum Rezept

Potsdam für Besserwisser

T18Welcher Stadtteil Potsdams musste mit unzähligen Tonnen Sand aufgeschüttet werden, damit die mehrstöckigen Plattenbauten nicht absanken? Na, wissen Sie es? Ein tolles Geschenk für Potsdamer, Neu-Potsdamer oder Potsdam-Interessierte ist das Potsdam-Quiz. Die Autorin und Ideengeberin Antje Liefeldt ist natürlich Potsdamerin. Mit ihren Rätselheften möchte sie der Stadt auf den Grund gehen. Doch der Gästeführerin und Dozentin für Lernpsychologie und Führungs-pädagogik ist es wichtig, ihre Heimatstadt nicht nur mit ihren augen-scheinlichen bekannten Seiten zu präsentieren. Bei der Leserschaft baut sie auf Entdeckerfreude.

Im Basiswissen-Quiz erfahren Sie nicht nur, welcher König der schiefe Fritz genannt wurde, sondern auch, wo seit Königszeiten gern geangelt wird, wie das teuerste Wohngebiet der DDR-Zeit heißt oder wie viele öffentliche Toiletten es in Potsdam gibt. Das eine oder andere Aha-Erlebnis ist bei diesem Rätsel-Spaß in Gesellschaft oder allein bei einer Bahnfahrt garantiert. Weiterlesen