Tanzen bis der Arzt kommt: Straßenfest zum Saisonauftakt des Nikolaisaals

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Wenn sie spielen, wird getanzt: die Kölner Jungs Bukahara unterhalten mit Gipsy, Reggae und Balkan Sound

Wie immer zum dreitägigen Saisonauftakt, kommt auch das Straßenpublikum auf seine Kosten. Der Nikolaisaal lädt Samstagabend open air und  ohne Eintritt zur ausgelassenen „Ouvertüre“  der kommende Spielzeit.  Mit Doc Horn & The Hornbabes kann ab 19.30 Uhr in der lichtgetränkten Wilhelm-Staab-Straße getanzt werden, bis der Arzt kommt. Es gibt Rock’n’Roll, Rockabilly und Swing, gewürzt mit einer rebellischen Portion Punkrock. Doch aufgepasst: Auch für den anschließenden PopFolkSwingArabicBalkan von Bukahara sollte man Kraft bewahren. Denn bei diesen Jungs ist ebenfalls klar: „Wenn wir spielen, wird getanzt“ – bis die Pflastersteine glühen. Weiterlesen

Im Land der Stille. Wenn Uckermärker auf Urlauber treffen

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Abtauchen in der Uckermark. Der Ferienhaus-Park Brennickenswerder liegt zwischen dem Großen Lychensee und dem Mellensee.

„Wo ist denn Deine Bäuerin?“, fragt unser Enkel den stämmigen Bauern, an dem nur der zottelige Hund an seinem Bein sympathisch dreinschaut. Die Bäuerin ist ihm offensichtlich abhanden gekommen, ebenso wie seine Kühe und Hühner, mit denen er im Internet geworben hat. Der Stall steht leer, frische Milch gibt es nur auf dem Bauernhof zwei Kilometer entfernt. Wir hatten dennoch unseren Urlaubsspaß: am uckermärkischen Mellensee, obwohl wir uns regelmäßig des Bauern Tiraden über die schrecklichen Urlauber aus Berlin anhören mussten. Sein Nachbar kam auch nicht besser weg. Offensichtlich fehlte diesem Poltergeist schon länger die Frau. Das war im vergangenen Jahr. Wir fuhren in diesem Jahr wieder in die Uckermark: wieder an den Mellensee – allerdings an einen anderen. Die Uckermark hat zwei davon, beide in der Nähe von Lychen. Weiterlesen

Lilis August-Rezept: Gefüllte Schmorgurke

Zum Spätsommer gehören für mich IMG-20160819-WA0000neben Sonnenblumen, Pilzsammlerglück und eingesponnene Fensterscheiben eine große Pfanne mit leckeren Schmorgurken. Allerdings heißt meine Zubereitungsart schlicht „Gurkengemüse“ und steht in dem zerfledderten „Wir kochen gut“-Rezeptbuch vom Verlag der Frau aus dem Jahre 1980. Darin werden die geschnippelten Gurken einfach in pfeffriges Mehl gewälzt, in Speck gebraten und in einem Senf-Brühe-Sud geschmort. Am Ende kommt noch ein Schuss Essig rein – fertig! Schmeckt immer – wenn die Gurken nicht gerade bitter sind. In diesem Sommer werde ich mich nun an Lilis Schmorgurken-Variante versuchen und alle, die ebenfalls Lust dazu haben, sei dieses Rezept empfohlen: Weiterlesen

Mein gelbes Wunder – gemalt von Barbara Raetsch. Ab Sonntag gibt es eine Ausstellung im Güldenen Arm

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Seh-Abenteuer. Barbara Raetsch lässt das Licht tanzen.

An manchen Tagen wirkt es erdenschwer und sommersatt. Das heitere Sonnengelb geht über in das matte Gold des Herbstes. Wie oft bin ich wohl schon mit meinem gelben Wunder in der Wohnung umgezogen, um es ins rechte Licht zu setzen, ihm den besten Auftritt zu gewähren?! Es ist immer wieder voller Überraschungen, dieses gemalte Farbspiel von Barbara Raetsch. Ich entdeckte es vor gut zehn Jahren in einer Ausstellung im Museumshaus „Im Güldenen Arm“, dort, wo ab Sonntag erneut die Bilder der Potsdamer Künstlerin zu sehen sind: diesmal anlässlich ihren bevorstehenden 80. Geburtstages. Weiterlesen

Wenn das Leben langsam wird

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Beine hoch und abtauchen…

Geduld. Das ist mein Zauberwort der Stunde. Nein der Wochen. Seit Anfang Juli liege ich bevorzugt auf der Couch – das linke Bein bandagiert auf der Lehne. Es muss heilen. Und dazu braucht es Zeit und Ruhe. Inzwischen fühle ich fast eine Schockstarre. Das Leben gleitet an mir vorüber und ich wiederhole mantramäßig: Nicht so schlimm. Das kannst du alles nachholen. Dennoch kribbelts vom Zeh bis in die Haarwurzeln. Wandern im Harz? – Ausgefallen! Fahrradtour nach Rathenow? Verschoben! Sportwochenende am Salzhaff Pepelow? Die Freunde tanzten ohne mich im „Zappelbunker“.

Dafür lese ich. Und lese … Der Stapel geborgter Bücher, die ich seit Monaten am Bettrand horte, ist aufgebraucht. Weiterlesen

Wo die Familie hochkant schlief – Neues bei den alten Spreewaldbauern in Lehde und Lübbenau

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Schaurig-schön: die Spreewaldlandschaft als perfekte Krimi-Kulisse – und für familienfreundliche Ausflüge

Der gerade wieder ausgestrahlte Spreewald-Krimi „Mörderische Hitze“ hat’s gezeigt: Nicht jeder versteht es, einen Kahn zu bauen. Der Frust darüber muss aber nicht gleich im Blutbad enden wie in dem schaurig-spannenden Fall von 2014, bei dem schon die Szenerie dunkle Gedanken weckte. Bei Tage besehen, ist der Spreewald an sich ein heiteres Plätzchen – auch wenn die Touris an Gut-Wetter-Wochenenden auf den Fließen für Kahn-Staus sorgen und gerne mal eine wilde Flucherei anstimmen, wenn sie mit ihren Paddelbooten festsitzen. Nach meinem jüngsten Ausflug gemeinsam mit dem Verein Kulturland Brandenburg steht indes fest: Ich bin bald wieder hier und zwar mit meinen Enkeln. Weiterlesen