Tanzen bis der Arzt kommt: Straßenfest zum Saisonauftakt des Nikolaisaals

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Wenn sie spielen, wird getanzt: die Kölner Jungs Bukahara unterhalten mit Gipsy, Reggae und Balkan Sound

Wie immer zum dreitägigen Saisonauftakt, kommt auch das Straßenpublikum auf seine Kosten. Der Nikolaisaal lädt Samstagabend open air und  ohne Eintritt zur ausgelassenen „Ouvertüre“  der kommende Spielzeit.  Mit Doc Horn & The Hornbabes kann ab 19.30 Uhr in der lichtgetränkten Wilhelm-Staab-Straße getanzt werden, bis der Arzt kommt. Es gibt Rock’n’Roll, Rockabilly und Swing, gewürzt mit einer rebellischen Portion Punkrock. Doch aufgepasst: Auch für den anschließenden PopFolkSwingArabicBalkan von Bukahara sollte man Kraft bewahren. Denn bei diesen Jungs ist ebenfalls klar: „Wenn wir spielen, wird getanzt“ – bis die Pflastersteine glühen.

2009 spielten die Musiker erstmals zusammen. Davor waren sie oft als Straßenmusiker unterwegs, sicher auch um ihr Studium an der Kölner Musikhochschule mit zu finanzieren. Sie wissen also, worauf es ankommt, um Vorbeischlendernde aufzuhalten.

Punkröhre Nina Hagen lässt derweil innnerhalb des Saals den Glauben, Bertolt Brecht und sich selbst schrill-bunt hochleben. Doch für dieses Konzert des Bühnenchamäleons gibt es keine Karten mehr.

Ebenso wenig wie am Freitag, wenn Chefdirigent Antonello Manacorda mit  seiner Kammerakademie Potsdam auf Reise geht zwischen Barock, Klassik und Moderne. Eine Station sind die Highlands von Schottland, die der blutjunge Mendelssohn düster-melancholisch und ausgelassen-feierlich einst in Noten setzte. Die Kammerakademiker spielen zu ihrem 15. Geburtstag neben der „Schottischen Sinfonie“ auch Werke von Mozart und Bach. Und als Gratulanten machen Antje Weithaas, Maximilian Hornung und Avi Avital auf Violine, Cello und Mandoline ihre Aufwartung.

Beim Familiensonntag ist der kleine Elefant Babar zu Gast (Einlass ab 14 Uhr). Das Publikum darf in der Vertonung von Francis Poulenc ganz nah zwischen den Instrumenten hören, wie Freundschaft, Abenteuer oder Heimweh klingen.  Hier ist der Eintritt frei. Es kann jeder kommen – so wie beim Straßenfest. (he)

Eröffnungswochenende vom 2. bis 4. September in und vor dem Nikolaisaal, Wilhelm-Staab-Straße

Weiteres unter www.nikolaisaal.de

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