Die Höllenfahrt Christi im Kunstgespräch

„Auf Höllenfahrt“: ein Gemälde von Michel Ribestein, dem  „Brandenburgischen Cranach“ Foto: Andreas Miet

Wer das Osterfest nicht nur mit Geschenke suchen, Eiertrudeln und kulinarischen Freuden verbringen möchte, den lädt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zu einer Bildbetrachtung ein. Auf dem Gemälde geht es um die „Höllenfahrt Christi“, die uns den Sinn des Osterfestes malerisch vor Augen führt.  Weiterlesen

Das #EmptyMuseum Barberini ist nun geschlossen. Aber am 23. Januar öffnet es wieder: dann gefüllt mit Kunst

Noch sind die Räume leer, bald aber schon werden die Impressionisten einziehen.
Noch sind die Räume leer, bald aber schon werden die Impressionisten einziehen.

Am liebsten würde man über das Parkett tanzen: unter den hohen geschwungenen Decken, im Rausch der Weite und der farbprächtigen Wände – inmitten von Potsdam, das durch die Fenster grüßt. Das EmptyMuseum ist ein gelungener Auftakt für das Museum Barberini. Eine Woche lang strömten die Potsdamer und Touristen an den Alten Markt, der nun wieder in alter Geschlossenheit für sich einnimmt. Überall strahlende Gesichter, die durch dieses Schmuckstück in äußerer Palazzo-Anmut und innerer schlichter Eleganz wandeln. Hier haben Handwerker bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Auch in den kleinsten Details ist Akkuratesse zu erkennen. Von den technischen Raffinessen, die das Auge kaum wahrnimmt, ganz zu schweigen.

Wer sie verpasst hat – die leeren Räume,  den sollen unsere Fotos (© D. Jäger) einen kleinen Eindruck vermitteln: von diesem Geschenk an Potsdam. Die Millionen von Hasso Plattner sind gut angelegt: zur Freude aller! Weiterlesen

Laut, schrill, immer nackig und etwas eklig. „Familiengeschäfte“ ohne Biss

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Das Hans Otto Theater präsentiert eine zahnlose Gesellschaftskomödie

Herr Wellemeyer bleibt sich treu. Wenn er eine Komödie in die Hand nimmt, weiß der Besucher, was ihn erwartet. Es wird laut und schrill, immer nackig und etwas eklig. Auch bei Alan Ayckbourns „Familiengeschäfte“, die der Chef des Hans Otto Theaters am Samstag zur hauseigenen Premiere brachte, gab es Geschrei und Klamauk und jede Menge Blut. Also viel Lärm um Nichts?

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„Von Eisenreich und KKD“. Kleider, Keramik und Kontraste

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Mit Schick und Frische: Feines aus Jersey und Ton

Die meisten kennen sie von der Bühne: Seit 26 Jahren spielt Ulrike Eisenreich bei 44 Leningrad und besticht am Akkordeon mit Temperament und Leidenschaft. Auch am morgigen Samstag greift sie kurz zu ihrer Quetschkommode und gibt mit ihren Bandkollegen drei, vier Lieder zum Besten. Denn dann ist Premierenzeit: Ulrike eröffnet gemeinsam mit Karin Klimsa ihr Geschäft „Von Eisenreich und KKD“: Textiles und Keramik. Die eine knall, peng und bunt, die andere schlicht, leise, zurückhaltend. Weiterlesen

Herbstsonate − Eine Ode auf Balkone

Sie sind die Schaufenster des kleinen privaten Glücks: Botschafter der Natursehnsucht − in Töpfe gepflanzt. Balkone erzählen auf wenige Quadratmeter verdichtet von Vorlieben und Geschmäcker, Lebenslust und Lebensfrust, von Freigeist und Abschottung, Wagemut und Tradition. Es gibt wahre Feuerwerke an Farben und Formen, andere Balkonier pflanzen dezent Ton in Ton. Der eine mag es üppig, der andere wohl sortiert. Manche verwandeln ihre Open-Air-Refugien in wahre Schrebergärten, die zu jeder Jahreszeit Frisches für den Gaumen in die Stube wachsen lassen.
Ein Spaziergang durch die Brandenburger Vorstadt mit offenem Blick nach oben liefert ganz nebenbei stimmungsvolle Akkorde über die Welt ihrer Anwohner: bunt und individuell.
Lassen Sie sich inspirieren:

 

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Nichts verpassen: Kultursegeln via E-Mail

imageSeit knapp drei Monaten schippern wir, die Kultursegler, durch heimatliche Kulturgefilde. Mit unserem Blog wollen wir Sie auf Veranstaltungen, Bücher und Filme aufmerksam machen, die Sie sonst vielleicht verpassen oder nicht wahrnehmen würden. Auch tolle Ausflugsziele, Wohlfühlorte und andere Entdeckungen am Wegesrand möchten wir mit Ihnen teilen. Wenn Sie regelmäßig und direkt erfahren möchten, was die Kultursegler schreiben, dann können Sie ab sofort den Kultursegler via E-Mail kostenlos abonnieren. So verpassen Sie keinen neuen Beitrag! Tragen Sie dazu Ihre Email-Adresse in das entsprechende Feld in der Sidebar (rechte Spalte) ein. Weiterlesen

„Forelle grau“ – eine schillernde Geschichte

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OL erzählt mit viel Humor seine Geschichte Foto: Literaturbüro/Tim Trzoska

Seine Mutter nahm sich das Leben elf Tage vor seinem dritten Geburtstag. Sie war einundzwanzig und zum zweiten Mal schwanger. Olaf wuchs in der Familie seiner Tante und seines Onkels auf. Durchaus liebevoll. Über den Tod der Mutter sprachen sie nie mit ihm. Olaf wusste nur, etwas Schlimmes war passiert. Kein Thema für Kinder. Ständig fühlte er sich schuldig, hatte ein schlechtes Gewissen, ohne zu wissen warum. „Es gab keinen Kinderpsychologen, nur Schuld.“

Heute ist Olaf Schwarzbach 50 und bekannt unter seinem Künstlernamen OL. Er hat seine Geschichte in einem Roman aufgeschrieben: federleicht – ohne die Tiefen zu umschiffen. Der Cartoonist lässt die Vergangenheit hochschwappen wie einen kalten Wasserschwall. Weiterlesen