Alles schien möglich – „Das schwarze Wasser“ am Hans Otto Theater

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Es ist ein Funkenflug, der auf die Köpfe niedergeht. Wortsprengsel, schillernd schön, die davon stieben, ohne sich festzusetzen. Es braucht einen langen Anlauf, bis „Das schwarze Wasser“ zu einer Welle wird, die auf den Zuschauer überschwappt. In dieser merkwürdig bizarren Collage von Roland Schimmelpfennig am Hans Otto Theater switchen Zeiten, Figuren und Handlung ständig hin und her. Es geht vor und zurück – in einem Sprung von 20 Jahren. Aus jugendlicher Unbekümmertheit und Neugierde auf das Leben werden im Nu die Abgeklärtheit und der nüchterne Alltag der mittleren Generation. Die sprühenden Funken der Träume verglühen im schwarzen Nichts. Weiterlesen

Aus dem Schatten ins Rampenlicht

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Frech, charmant und stimmkräftig: Christel Leuner nahm beim Theaterfest die Besucher mit auf eine musikalische Reise an die Nordee. Begleitet wurde sie von Christian Deichstetter. / Foto: he

Bei diesem Wetter mussten wir uns einfach aufs Rad schwingen, um 13 Kilometer weiter in die bunt schillernde Welt des Theaters einzutauchen. Doch wir kommen zu spät. Die Karten für den Rundgang durch das Labyrinth der Werkstätten mit den Schauspiel-Kostproben sind schon vergriffen. Die Enttäuschung verfliegt schnell, denn überall gibt es Dinge zum Bestaunen: Glitzerkostüme zum Kauf, Prinzessinnen-Schuhe zum Reinschlüpfen, eine Windmaschine zum Drehen. Das Hans Otto Theater setzt bei seinem traditionellen Fest zum Saisonauftakt nun schon im vierten Jahr auf Besuchernähe. Weiterlesen