Und noch ein lächelndes Vollmondgesicht: Wenn Bildchen zu uns sprechen

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Wer „whatsappt“ oder chattet, kommt an ihr nicht vorbei: der bunten Welt der Emoticons.

Der Rekordinhaber ist mein Enkel. Er hat es auf 35 gebracht: ein Schweif aus Sternen, Sonne und Mond. Der ganze Himmel vereint auf meinem kleinen Display. Bei meinen Freundinnen sind zwinkernde Smileys mit Kussmund, Herzaugen und Schmollmund heiß im Kurs. Und eine schlicht lächelnde Sonne macht sich ohnehin verdammt gut als Übergang zwischen verschiedenen Absätzen. Das Auge sieht eben mit. Und die so genannten Emoticons – Symbole, die verwendet werden, um Stimmungs- und Gefühlszustände auszudrücken – bringen Farbe ins grau-weiße „Papier“ der Elektronik-Briefe. Gut gelaunt wird geschrieben und „gemalt“, was das Zeug hält. Her und hin und hin und her und jeder möchte das letzte Wort haben – gern mit dem dicken aufmunternden Daumen als Schlussakkord. Wer schreibt, der bleibt. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Nur die Form wandelt sich.
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