Berlinale-Nachspiel: Die Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ im Filmmuseum Potsdam

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Guanajuato setzt der Farbigkeit Mexikos die Krone auf. Dort spielt der Film „Kreis mit vier Ecken“, der am Donnerstag im Filmmuseum läuft.

Es ist der 16. März 2008, Palmsonntag. Wir erleben den Einmarsch von Jesus auf dem Esel – wie damals in Jerusalem. Palmenblätter drappieren seinen Weg: von den dicht gedrängten Einwohnern der Stadt zu wahren Kunstwerken gesteckt. Am Abend erklimmen wir den Hügel, um beim Sonnenuntergang den Blick auf das zauberhafte Kolonialstädtchen zu genießen. Schweiß tropft uns von der Stirn. Doch der Blick auf die Stadt entschädigt für die Anstrengung. Guanajuato zieht uns in seinen Bann  – so wie es die Backpacker versprachen, mit denen wir zuvor Erfahrungen austauschten. Die Architektur, die engen Gässchen, aber vor allem die bunten Fassaden, die wie ein bunter Flickenteppich die Hänge überziehen, haben sich festgesetzt und tauchen als Bilder sofort wieder auf, wenn ich den Namen der Stadt lese. So wie nun im Programm des Filmmuseums. Da hüpft das Herz höher. Der Kurzfilm „Kreis mit vier Ecken“ ist Teil des Berlinale Spotlight, das bis zum 26. Februar im Filmmuseum stattfindet, und entführt in die Straßen eben dieser mexikanischen Stadt. Weiterlesen