Das große Reale, das große Abstrakte: Geliehene Kostbarkeiten „Von Hopper bis Rothko“ im Barberini

In die leuchtende Abstraktion getrieben: „Die rote Sonne“ von Arthur Dove

Die Wände sind neu gestrichen und geben als taubenblauer Hintergrund den Gästen aus Amerika ihren kraftvollen Auftritt: Sie werden als „Kronjuwelen“ gehandelt, sind aber zumeist für uns noch ungeschliffene Diamanten. Kein Grund, den unbekannten „Fremden“ nicht die Aufwartung zu machen, zumal sich überraschende Verwandtschaften mit berühmten Europäern wie Matisse oder Cezanne ablesen lassen.

Die am morgigen Samstag im Museum Barberini beginnende Ausstellung „Von Hopper bis Rothko“ nimmt uns mit in die Weiten der Rocky Mountains, an den Pazifik oder in die enge Großstadt von New York oder Washington. Dorthin zog es die Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit ihren Staffeleien, um die Farben und Formen hautnah einzufangen. Anfangs ganz dicht dran an der Natur, später in freien Flächen abstrahierend. Berge, Schluchten, Himmel lösten sich auf in großen Farbfeldern. Weiterlesen