Mein gelbes Wunder – gemalt von Barbara Raetsch. Ab Sonntag gibt es eine Ausstellung im Güldenen Arm

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Seh-Abenteuer. Barbara Raetsch lässt das Licht tanzen.

An manchen Tagen wirkt es erdenschwer und sommersatt. Das heitere Sonnengelb geht über in das matte Gold des Herbstes. Wie oft bin ich wohl schon mit meinem gelben Wunder in der Wohnung umgezogen, um es ins rechte Licht zu setzen, ihm den besten Auftritt zu gewähren?! Es ist immer wieder voller Überraschungen, dieses gemalte Farbspiel von Barbara Raetsch. Ich entdeckte es vor gut zehn Jahren in einer Ausstellung im Museumshaus „Im Güldenen Arm“, dort, wo ab Sonntag erneut die Bilder der Potsdamer Künstlerin zu sehen sind: diesmal anlässlich ihren bevorstehenden 80. Geburtstages. Weiterlesen

Von himmlischer Perspektive: „Doppeldotter“-Ausstellung im KunstHaus

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„Sunny Winter“ überschrieb der Maler Jub Mönster sein Aquarell auf Papier auf Leinwand

Die Frau im roten Mantel wirft einen langen blauen Schatten: wie einen Schweif zieht sie ihn hinter sich her. Fast schwebend bewegt sie sich in dieser weiten blauen Landschaft – zwischen Himmel und Erde. Ein eisiger Luftzug scheint dem Bild zu entspringen. Man spürt, wie der Wind die Zöpfe und Kleidung der Frau durchweht. Unerschrocken vergräbt sie ihre Hände in den Taschen und wirkt wie ein Ausrufezeichen: stark und zart zugleich. Der Bremer Künstler Jub Mönster, der ab Sonntag im KunstHaus Potsdam seine Arbeiten zeigt, betrachtet seine Figuren aus einer halb-himmlischen Perspektive: in einem geheimnisvollen Spiel zwischen Wissen und Ahnung. Weiterlesen