Klingende Leidenschaft in der Friedenskirche

Einer der gefragtesten Bandoneón-Solisten weltweit: Lothar Hensel.

Auch wir haben uns im Tango versucht. Wochenlang trafen wir uns jeden Mittwochabend nach der Arbeit in der „Theaterklause“, um gemeinsam über das Parkett zu gehen. Ja, zu gehen. Und zu stoppen. Und weiterzugehen. Was sich wie ein Kinderspiel anhört, verlangte von beiden Partnern größte Konzentration. Denn es war nicht wie beim Walzer, wo man vertraut fast blindlings  gemeinsam über den Boden schwebt. Tango lebt von den Überraschungen, von den Impulsen, die der eine gibt und denen der andere folgt. Kommen noch Schritte wie der „Übersteiger“ oder gar Drehungen dazu, gerät das Spiel schnell ins Wanken. Wir kamen jedenfalls bei jedem neuen Schritt ins Schwitzen, vor allem wenn auch noch die Partner getauscht werden mussten – was beim Tango so Brauch ist. Irgendwann gaben wir auf, obwohl uns die Musik und die gefühlvolle Zwiesprache durchaus gefielen. Bei einem Auffrischungskurs kürzlich in der „fabrik“ fühlten wir uns indes wie Analphabeten, die noch nie etwas vom Tango gehört haben. Aber wir bekamen auch wieder Lust, es erneut mit der Caminata und Cruzada zu versuchen. Denn so klangvoll geht es zu beim Tango Argentino!

Ganz entspannt kann man indes in der „Tango Bar“ in der Friedenskirche Platz nehmen. Dort wird am Freitag, den 28. April um 19.30 Uhr, allein der Musik gelauscht. Weiterlesen