Meine Oma wird in ein paar Tagen 91 Jahre alt. Ein stolzes Alter. Genauso sicher wie sie sich in ihrer Wohnung bewegt, so rege ist auch noch ihr Geist. Und ihr loses Mundwerk sowieso. Manch einer mag bei dieser meist sehr direkten Art zusammenzucken, doch wir sind daran gewöhnt, wenn der eigene Schwiegersohn als „Nappsülze“ bezeichnet oder das neue Kleid der Enkelin mit einem „Wat hast’n dir da anjeschusselt?!“ kommentiert wird. → weiterlesen
Heute ist Kindertag. Eigentlich müsste die Stadt eine große Party schmeißen. Denn hier leben ̶ bezogen auf die Einwohnerzahl ̶ so viele Kinder wie nirgends sonst in Ostdeutschland. Die Carl-von-Ossietzky Straße bei mir um die Ecke gehört sogar zu den kinderreichsten Deutschlands. Auch im Bundesvergleich trumpft die Stadt mit seiner Kinderfreundlichkeit auf. Als Mutter einer einjährigen Tochter im familienfreundlichen Potsdam West weiß ich um die Attraktivität meiner Stadt.→ weiterlesen
Was passiert, wenn Pulcinella gleich vierköpfig sein Unwesen treibt und sich ganz ungeniert einmischt?
Es wird kein braves Konzert. Selbst Dirigent Ud Joffe muss wohl um seinen Taktstock bangen. Denn an diesem besonderen Abend mischt sich Pulcinella unters Volk. Wenn dieser Bürgerschreck in Erscheinung tritt, ist für Unruhe gesorgt. Und er wird sich sogar vierköpfig in das Geschehen einmischen: beim Konzert „Bach trifft Pulcinella“ am Donnerstag, den 2. Juni, in der Erlöserkirche.→ weiterlesen
Versunken. Meditative Gesänge entführen in spirituelle Welten.
Es plätschert. Zarte Flötentöne schweben nieder in den sanften Fall des Wassers. Die Fantasie malt weite bunte Wiesen, durch die sich quellfrisch Bäche schlängeln. Wer sich in die Rumi-Welt begibt, entflieht dem Alltag und taucht ein in die spirituelle Sphäre der Poesie.
Ich nähere mich erstmal online dieser mir eher fernen Welt, höre mich in die Klangproben ein und schaue auf die Fotos. Dort sind in sich versunkene Musiker zu sehen und tanzende Derwische, wie ich sie fasziniert in Istanbul erlebte.
Doch was und wer ist überhaupt Rumi, zu dem die überall in Potsdam ausliegenden schwarz-roten Flyer derzeit einladen? Am besten erfährt man es wohl, wenn man sich am Samstag, den 28. Mai um 20 Uhr selbst in das Zentrum für Therapie, Körperarbeit und Seminare in der Potsdamer Zeppelinstraße 47 A begibt: zu dem angekündigten „Fest der Stille, Ekstase und Hingabe“.→ weiterlesen