Die Greifvögel von den Ravensbergen: Zu Besuch auf dem Falkenhof

40 Jahre ist der Seeadler, der uns direkt am Eingang des Falkenhofs empfängt. Er ist blind und fluglahm – in freier Wildbahn wäre er vermutlich nicht mal 30 geworden. Vor einigen Wochen war noch nicht klar, ob der Greifvogel auch den Rest seines Lebensabends hier verbringen kann. Denn der Hof in den Potsdamer Ravensbergen stand aufgrund der Pandemie kurz vor dem Aus. Eine Crowdfunding-Aktion, die vor einem Monat von den Stadtwerken Potsdam gestartet wurde, sollte ein kleiner Rettungsschirm sein. Das Ziel war es, 10.000 Euro Spenden zu generieren. Mittlerweile sind es sogar schon über 17.000 Euro. Die Schließung konnte damit vorerst abgewendet werden. (Mit Fotogalerie)

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Peepshow am Riebener See

Eigentlich sollte der April im Zeichen meiner Pilgertour stehen. Akribisch hatte ich die Wanderwege abgesteckt, Kartenmaterial zusammengetragen, Unterkünfte gebucht. Die Strecke lag nur einen Steinwurf von meinem Zuhause entfernt: zwischen Hennigsdorf und Bad Wilsnack. Warum in der spanischen Ferne schweifen, wenn der uralte Jakobswegs auch vor der Haustür liegt?! Doch inzwischen ist er gefühlt genauso weit entfernt wie Santiago de Compostela. Die Unterkünfte sind geschlossen, und kein Pilgern ohne Rasten. Also mache ich aus der Not eine Tugend, begebe mich auf Ein-Tages-Ausflüge. Auf der ersten Station entdeckte ich das zu Beelitz gehörende idyllische Dörfchen Rieben und seine Sieben-Seen-Route: nur 20 Minuten von Potsdam entfernt.

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Auf dem Großmutter-Abstellgleis

Tägliches Highlight - die Video-Schalte zwischen Enkelin und Oma

Seit dem 6. März habe ich meine Enkel nicht mehr gesehen.  Na klar, wir skypen, bekommen Videos, schreiben und malen uns Briefe. Derzeit schicken wir Fotos von unseren bemalten Ostereiern hin und her. Wir sind dauerdigital. Was gibt es also zu klagen? Die Vernunft sagt: Es ist eine Frage der Zeit, dann ist der ganze Spuk vorbei. Die Gesundheit ist das Wichtigste. Jeder nimmt auf den Anderen Rücksicht, noch viel mehr, wenn der Opa unter einer Vorerkrankung leidet. Wir kennen alle Argumente, Zahlen und Berichte, die uns von morgens bis in die Nacht begleiten und uns oft auch den Schlaf stehlen. Und dennoch: Es fällt so unendlich schwer, zu verzichten, auf das In-den Arm-Nehmen der Enkel, das Kuscheln, das gemeinsame Staunen und Wundern über die vorlauten Enten an den Römischen Bädern, über die dicken Bäume mit ihren zernarbten Häuten, die frechen Krähen und umherflitzenden Hunde. Keine Entdeckungsrunden mit dem Kinderwagen mehr durch den Park Sanssouci, kein Bude bauen, kein Fußballspielen mit dem Schulkindenkel …. Verlust offenbart Reichtum. 

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Wenn wir nicht in das Museum kommen, kommt das Museum zu uns

Die derzeitige Situation setzt uns allen zu. Wir sind zu physischer Distanz aufgerufen, die Schulen und Kitas sind dicht und sämtliche Freizeit- und Kultureinrichtungen haben berechtigterweise geschlossen. Gut, dass uns die Digitalisierung zumindest einige dieser Angebote ins Wohnzimmer bringt und wir so zum Beispiel auch nicht ganz auf den Museumsbesuch verzichten müssen. Das Museum Barberini bietet für die aktuelle Monet-Ausstellung virtuelle Einblicke. Wir haben aber noch ein paar mehr Tipps für das Kulturerlebnis zu Hause.

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