„Sag mal, geht’s noch?“: „Die Berliner Stadtmusikanten“ als vergnügliches Puppenspiel für Erwachsene

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Die Puppenbühne der Zitadelle Spandau kommt mit ihren skurril-witzigen „Berliner Stadtmusikanten“ ins T-Werk.

Zu meinen Lieblingsmärchen gehörten sie nicht: „Die Bremer Stadtmusikanten“. Vielleicht misstraute ich dem ganzen Spuk, dass vier so abgewrackte Gesellen tatsächlich richtige Räuber in die Flucht schlagen können. Und diese Botschaft „Etwas Besseres als den Tod findest du überall …“  bewegte mich als Kind auch nicht sonderlich. Eigentlich packte mich diese Grimm‘sche Geschichte erst so richtig, als ich sie in der Theaterversion der Zitadelle Spandau erzählt bekam: nunmehr als „Berliner Stadtmusikanten“ und als Puppenspiel für Erwachsene. In dieser kurzweilig-pointierten Inszenierung des Familienunternehmens Wagner und des Regisseurs Pierre Schäfer paarten sich plötzlich Leben, Witz und Klugheit auf erfrischende Weise, die noch im Nachhall für vergnügliches Schmunzeln sorgt.→ weiterlesen

Blass und seelenlos: „Der Besuch der alten Dame“ am Hans Otto Theater

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Alissa Kohlbusch baute die Bühne als Katakomben. Für die Schauspieler wurden die Schrägen in die Unterwelt zur Rutschpartie. Foto: HOT

Sie verlassen nicht das sinkende Schiff. Nein, diese Ratten kommen aus allen Löchern und feiern fröhlich Urständ …

Wir sitzen im Theater und schauen zur Premiere von Dürrenmatts tragischer Komödie „Der Besuch der alten Dame“ in die Katakomben von Güllen. Rauch steigt aus der Unterwelt des verarmten seelenlosen Dorfes auf. Es riecht förmlich nach Verwesung. Die raumgreifende Bühne von Alissa Kolbusch mit den in den Abgrund führenden Schrägen gehört zu den eindringlichsten Bildern dieser Inszenierung am Hans Otto Theater. Ansonsten wabert der Abend in der Regie von Niklas Ritter vorhersehbar dahin: mit überflüssigen szenischen Zutaten – wie dem Oratoriengesang oder die Fahrt mit dem Pappauto – die die Handlung spannungsarm zerfasern lässt.→ weiterlesen

Manche mögen’s heiß: Mit dem Aufguss-Vizeweltmeister im Theater

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In diesem Theaterrund im Saunapark Wendisch Rietz öffnet sich mehrmals am Tag der Vorhang für spektakuläre Show-Aufgüsse. Bis zu 200 Saunagänger können gleichzeitig die hitzigen Vorstellungen erleben.

Drei Minuten vor Vorstellungsbeginn klingelt es ordnungsgemäß. Aus allen Richtungen des Gartens schlürfen die Theatergäste herbei: in Badelatschen und Bademänteln. Nachdem sie ihre Garderobe abgelegt und sich im dreireihigen Parkett verteilt haben, wird es dunkel im „Saal“. Das Schauspiel beginnt. Weiße Tücher wirbeln durch die Lüfte, drehen Loopings und formen blitzartig immer neue Figuren. Es sieht aus, als würden Gespenster Rock’n’Roll tanzen. Vor uns steht, nein tippelt, der Vizeweltmeister im Saunaaufguss und verzückt mit seinem athletischen Körper und seiner ausgefeilten Choreografie nicht nur die schwitzenden Damen.→ weiterlesen

Mittendrin im Bühnenbild und im Geschehen – bei „Murmels Reise“

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Voller Abenteuer: „Murmels Reise“. Foto: Sabine Opdensteinen

Eigentlich soll Murmel schlafen. Den ganzen Winter durch. So ist das bei den Murmeltieren. Aber einmal aufgewacht, kann Murmel einfach nicht mehr einschlafen. Es zieht ihn hinaus: auf die Wiese, in den Schnee, auf den Berg und immer weiter. Ein Abenteuer zieht das nächste nach sich. Der Weg des kleinen Ausreißers ist voller Gefahren und Murmel braucht nicht nur schlaue Ideen, sondern auch Freunde und etwas Glück, um im Frühjahr wieder rechtzeitig in der Höhle zurück zu sein. Denn wenn seine Familie erwacht, soll sie sich nicht um ihn sorgen. Nein, dann will Murmel ihr erzählen, wie er all den Gefahren mutig trotzte …

Das Erzähltheater „Murmels Reise“ nimmt Entdecker ab vier Jahren mit auf eine Odyssee voller Wunder und Überraschungen.→ weiterlesen