Stühle beiseite, es wird gesungen und getanzt! Baby- und Kleinkindkonzerte im Ricciotti

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„Komm, sing mit!“ heißt es künftig alle zwei Monate im Café Ricciotti.

Der Ansturm ist groß an diesem verregneten Oktobernachmittag. Immer mehr Eltern drängen mit ihren Kindern in das kleine Café mit dem Namen, der sich so schwer merken lässt: Ricciotti. So heißt  der Architekt des Nikolaisaals, in dessen Vorderhaus das Café seit einem Jahr ansässig ist. Hier fand am vergangenen Donnerstag das erste Kleinkindkonzert „Komm, sing mit!“ statt, das schon Wochen im Voraus ausverkauft war. Einige spontane Gäste mussten also dieses Mal im Regen stehen bleiben und wurden auf den nächsten Termin am 1. Dezember vertröstet.

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Tanzen bis der Arzt kommt: Straßenfest zum Saisonauftakt des Nikolaisaals

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Wenn sie spielen, wird getanzt: die Kölner Jungs Bukahara unterhalten mit Gipsy, Reggae und Balkan Sound

Wie immer zum dreitägigen Saisonauftakt, kommt auch das Straßenpublikum auf seine Kosten. Der Nikolaisaal lädt Samstagabend open air und  ohne Eintritt zur ausgelassenen „Ouvertüre“  der kommende Spielzeit.  Mit Doc Horn & The Hornbabes kann ab 19.30 Uhr in der lichtgetränkten Wilhelm-Staab-Straße getanzt werden, bis der Arzt kommt. Es gibt Rock’n’Roll, Rockabilly und Swing, gewürzt mit einer rebellischen Portion Punkrock. Doch aufgepasst: Auch für den anschließenden PopFolkSwingArabicBalkan von Bukahara sollte man Kraft bewahren. Denn bei diesen Jungs ist ebenfalls klar: „Wenn wir spielen, wird getanzt“ – bis die Pflastersteine glühen. Weiterlesen

Löwin und Gazelle: Lisa Simone elektrisiert ihr Publikum im Nikolaisaal

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Feurig temperamentvoll: die großartige Lisa Simone. Foto: promo

Natürlich kaufen wir im Foyer ihre druckfrische CD, um sie gleich auf dem Nachhauseweg im Auto zu hören. Dieser Abend, dieses Fest soll einfach noch nicht zu Ende sein. Lisa Simone lädt den Nikolaisaal mit einer Energie auf, die sich wie ein Leuchtfeuer über das Publikum ergießt und es mit Glücksgefühlen erhellt. Grandios, fulminant, anrührend, sympathisch – jedes Kompliment ist nicht übertrieben für diese zarte Frau mit der Wahnsinnsstimme, die mal samtweich, dann wieder kantig scharf, in jedem Fall raumgreifend elektrisierend und federleicht die Welt durchmisst: von ihren erdigen Wurzeln bis in die Lichte des Himmels. Weiterlesen

„Wir lassen es uns richtig gut gehen“: beim Fest des Tanzes im Nikolaisaal

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Zum Fest des Tanzes gehört natürlich auch Ballettmusik aus Tschaikowkys Schwanensee: zu hören beim Sinfoniekonzert des Neuen Kammerorchesters Potsdam im Nikolaisaal.

Getanzt wird im Kopf: Leichtfüßig schweben wir dahin zu den Perlen der Ballettmusik, zu den wilden und melancholischen Weisen osteuropäischen Kolorits. Dieses Fest des Tanzes ist ein „Best of“ der Romantik, sagt Ud Joffe. Er steht am Dirigentenpult, wenn sein Neues Kammerorchester Potsdam am Donnerstag im Nikolaisaal gastiert. Zu hören sind bei diesem 3. Sinfoniekonzert einige der „Ungarischen Tänze“ von Brahms, der „Slawischen“ von Dvořák sowie Märchenhaftes aus Tschaikowskys „Nussknacker“ und „Schwanensee“. Sie fließen in einer schwungvollen Mixtur  zusammen: heiter und beseelt. „Wir lassen es uns an diesem Abend einfach gut gehen“, so Joffe. Dazu bedient er sich einer Vielzahl bezaubernder Melodien, die längst zu Ohrwürmern geworden sind und lässt sie umrahmen von der unterhaltsamen Moderation Holger Wemhoffs, „The Voice“ von Klassik Radio. Weiterlesen

Schildkrötensuppe statt Stockfisch

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Martina Gedeck kostete im Nikolaisaal die Gourmetnovelle „Babettes Fest“ genüsslich aus: Eine Lesung zwischen Pathos, Herzflimmern und Himmelslicht. / Foto: promo

Die zarten Streicherklänge des Orchesters malen eine taufrische Morgenwiese: frühlingswarm und sonnendurchwebt. Weichgepolstert nehmen wir Platz im Reich der Idylle – in den sanft fließenden Harmonien von Frederick Delius. Mit einem Grübchenlächeln betritt Martina Gedeck rot-schwarz gewandet die Bühne des Nikolaisaals. Sie greift die sanften Klänge der Musik auf und treibt sie literarisch weiter mit „Babettes Fest“. Weiterlesen

Steh-Espresso und Baby-Konzerte

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Das freundliche Gesicht des „Ricciotti“: Tanja Hofmann führt Regie im mediterranen Café im Nikolaisaal, das am morgigen Samstag eröffnet. / Foto: he

Ein Espresso im Stehen – schnell mal auf die Husche. Für nur einen Euro. So etwas fehlte bislang in Potsdam. Heike Bohmann kennt das aus Frankreich. „Wenn man irgendwo im Hafen mit dem Boot anlegt, gibt es überall so ein Tässchen am Tresen“. Dieses romantische Gefühl von Urlaubsflair holte sich die Prokuristin nun direkt an den Arbeitsplatz: in den Nikolaisaal. Dort eröffnet am Samstag im barocken Vorderhaus das „Ricciotti“: für die Mitarbeiter des Veranstaltungshauses eine Kantine im besten Sinne, für Konzertbesucher und Flaneure eine lichtdurchflutete gemütliche Stätte zum Innehalten und Genießen. Weiterlesen