„Do-it-yourself“ – Selbstgemacht ist schöner!

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Ob Stricken, Nähen, Basteln, Gärtnern oder Bauen – Selbermachen ist absolut im Trend. Das Internet ist voll von Anleitungen, wie man aus Europaletten Möbel baut, Buchumschläge falzt, Samenbomben anrührt oder einen Lampenschirm aus einer Häkeldecke zaubert. Es gibt Blogs, die Bild für Bild erklären, welcher Schritt als nächstes folgt, so dass man selbst mit zwei linken Händen durchaus Ansehnliches schaffen kann. Vielleicht Gefäße aus Beton?

Obwohl mein Papa gelernter Maurer ist, beschränkt sich mein Wissen über Zement auf die Kindheitserinnerung des sich immer drehenden Mischers in unserem Garten. Dieser übte zwar eine gewisse Faszination auf mich als kleines Mädchen aus, was da aber nun genau vor sich ging, kann ich nicht sagen. Interessierte mich eigentlich auch nicht. Nur dass wir immer schnell aus den Weg springen mussten, wenn die Trommel gestoppt und die homogene graue Masse ins Fundament gegossen wurde, das weiß ich noch. Dann schippte mein Papa, was das Zeug hielt. Ähnlich erging es mir bei meinem neuesten „Do-it-yourself“-Projekt: Kerzenständer und Vasen aus Beton gießen. Weiterlesen

Politisch, erotisch, wild – Was ist los in Potsdams Galerien? Eine Oster-Offensive

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Das KUNST-KONTOR in der Bertinistraße frohlockt schon im Garten mit plastischer Schönheit.

Wohin des Weges? Welcher Ausstellung schenke ich zuerst mein Augenmerk? Potsdams Galerien starteten fast zeitgleich eine Frühjahrsoffensive, die es schwer macht, sich zu entscheiden. Aber man muss ja nichts überstürzen: die meisten aktuellen Ausstellungen ziehen sich bis in den Mai hinein … Weiterlesen

Haus im Park – Eröffnung des neuen Cafés am Wasserspielplatz

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Ein erster Blick durch die Scheibe des Cafés ist vielversprechend. Neben der bewährten Eistruhe erspähe ich eine ansprechende Einrichtung für gemütliches Kaffeeschlürfen. Pünktlich zum Frühlingsbeginn zieht wieder Leben in das Café am Wasserspielplatz des Volksparks ein. Nachdem sich der bisherige Pächter gezwungen sah, seinen Vertrag zum Ende des Jahres 2015 zu kündigen, öffnet das Haus im Park morgen unter neuer Führung. Weiterlesen

Eine Begegnung in Wort und Musik: Syrische und Potsdamer Künstler gestalten eine szenische Collage

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Am Karfreitag in der Nikolaikirche: Der syrische Sänger Razek-François Bitar möchte den Zuhörern in Deutschland einen Eindruck von dem kulturellen Reichtum seiner Heimatstadt Aleppo vermitteln.

Von unserem Gastautor Klaus Büstrin

Sie galt als die schönste, lebenswerteste und älteste Stadt Syriens: Aleppo. Der Inbegriff einer jahrtausendealten Geschichte, die sich in den Gebäuden der Altstadt und der Zitadelle über die Zeiten erhalten hatte, ist dem Erdboden gleichgemacht. Die meisten Menschen sind aus dieser Stadt geflohen, ja aus dem ganzen Land. Muslime und Christen greifen nach einem Zukunfts-Strohhalm in Europa.

Der syrische Sänger Razek-François Bitar, der seit mehreren Jahren in Berlin wohnt und hier als Countertenor und Gesangspädagoge seinen künstlerischen Mittelpunkt gefunden hat, sagt: „Wenn man heute über Syrien spricht, dann meist nur vom Elend, von Flüchtlingen und einem zerstörten Land. Das ist naheliegend. Worüber aber nicht gesprochen wird, ist die Jahrtausende alte Kultur, die zahlreichen Religionen und Sprachen, die dort entstanden sind. Den Menschen hier in Deutschland etwas davon zu erzählen und einen Eindruck von dem kulturellen Reichtum zu vermitteln, ist für mich und für meine Musikerkollegen ein großer Ansporn.“

Mit dem freien Operntheater I Confidenti und dem kammermusikalisch agierenden Ensemble Exxential Bach, die beide in Potsdam beheimatet sind, hat der aus Aleppo stammende Razek-François Bitar das Projekt „Bach – Passion – Aleppo“ entwickelt. Es wird am Karfreitag in der St. Nikolaikirche um 18 Uhr zur Aufführung kommen. Weiterlesen

Lilis Rezeptidee: Winterliches Gemüse – alles muss raus

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Erst einen warmen Möhren-Apfel-Salat, danach überbackenes Winterliches Gemüse – und schon ist für Vitamine und gute Stimmung am Tisch gesorgt.

Der Frühling naht; überall wird geputzt und aufgeräumt. Deshalb müssen auch bei Lili alle winterlichen Reste aus Küche und Keller raus und verwertet werden.

Für das „Winterliche Gemüse“ kann man alle Reste ( z.B. nicht verbrauchtes Suppengrün, 1 Kohlrabi oder 3 Möhren usw. ) je nach Geschmack verarbeiten.

Den folgenden Rezeptvorschlag versteht unsere Küchenfee deshalb nur als eine Anregung. Weiterlesen

„EIN NACHMITTAG FÜR DAS SCALA“: Am 24. April wird bei Musik und Film Geld für neue Kino-Technik gesammelt

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Hineinspaziert. Dieser Kulturpalast besticht durch seinen Charme aus alten Kintopp-Zeiten und Aufbruchstimmung. Foto: Nathan Zaghdoud

Das „Picknick mit Bären“ teilten wir mit nur acht Gästen. Dennoch fühlten wir uns wohl: in der gut beheizten Loge mit gekühltem Riesling und knackigem Popcorn. Dieser Film über die letzte Mutprobe im Alter war zwar – ähnlich wie seine Hauptdarsteller Robert Redford und Nick Nolte − nicht mehr taufrisch, aber durchaus sehenswert. Gern würde Scala-Betreiber Gösta Oelstrom indes mit aktuellen Kinohits das Publikum anziehen. Allein es fehlt die Technik, die große Verleiher voraussetzen, um ihre neuesten Filme spielen zu lassen. Doch die kostet 50 000 Euro. Die Hälfte davon würde zwar Medienboard Berlin-Brandenburg fördern, doch für den anderen Teil muss das Scala selbst aufkommen. Deshalb lädt Gösta Oelstrom am Sonntag, den 24. April um 16 Uhr zu der Benefizveranstaltung: „EIN NACHMITTAG FÜR DAS SCALA“ ein. „Dort sammeln wir bei freiem Eintritt Geld für die technische Umstellung der Kinoprojektionsanlage. Es gibt ein musikalisches Rahmenprogramm, wir versteigern Kinoinventar, Plakate, CDs von Künstlern, die bei uns aufgetreten sind, und vieles mehr. Außerdem zeigen wir Trailer von Filmen, die wir demnächst aufführen, sowie musikalische Highlights aus unserem Programm.“ Weiterlesen

Improtheater im Waschhaus: Wal, umhäkelt…

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Die Gorillas – Improtheater aus Berlin. Immer am zweiten Donnerstag des Monats zu Gast im Waschhaus Potsdam.
(Foto: promo / Iris Janke)

…dieser überlebte am kurzweiligen Theaterabend der „Gorillas im Schleudergang“ im Waschhaus Potsdam ebenso wenig wie der in der Havel gefangene Barsch des Anglers im Lila-T­-Shirt. Aber Spätzle mag gar keine Fische…

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„Wir lassen es uns richtig gut gehen“: beim Fest des Tanzes im Nikolaisaal

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Zum Fest des Tanzes gehört natürlich auch Ballettmusik aus Tschaikowkys Schwanensee: zu hören beim Sinfoniekonzert des Neuen Kammerorchesters Potsdam im Nikolaisaal.

Getanzt wird im Kopf: Leichtfüßig schweben wir dahin zu den Perlen der Ballettmusik, zu den wilden und melancholischen Weisen osteuropäischen Kolorits. Dieses Fest des Tanzes ist ein „Best of“ der Romantik, sagt Ud Joffe. Er steht am Dirigentenpult, wenn sein Neues Kammerorchester Potsdam am Donnerstag im Nikolaisaal gastiert. Zu hören sind bei diesem 3. Sinfoniekonzert einige der „Ungarischen Tänze“ von Brahms, der „Slawischen“ von Dvořák sowie Märchenhaftes aus Tschaikowskys „Nussknacker“ und „Schwanensee“. Sie fließen in einer schwungvollen Mixtur  zusammen: heiter und beseelt. „Wir lassen es uns an diesem Abend einfach gut gehen“, so Joffe. Dazu bedient er sich einer Vielzahl bezaubernder Melodien, die längst zu Ohrwürmern geworden sind und lässt sie umrahmen von der unterhaltsamen Moderation Holger Wemhoffs, „The Voice“ von Klassik Radio. Weiterlesen

Abtauchen – Wegträumen: Unsere schönsten Wellness-Oasen im Brandenburgischen

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Wohlfühloasen – nicht nur im Winter.

Auch in unserer kleinen Kellersauna lässt es sich trefflich schwitzen. Gerade jetzt, wo es matscht und nieselt, steigen wir fast jede Woche die Treppen runter und streiten uns, ob es wirklich 90 Grad sein müssen oder nicht auch 80 Grad reichen?! Wie entspannend ist da mal ein Ausflug in Saunalandschaften, die jedem das seine bieten. Da ist dann nicht nur für die ganz persönliche Wohlfühltemperatur gesorgt, es gibt auch Abkühlbecken, handwarmes Wasser zum Schwimmen im Außenpool, meisterliche Aufgüsse, Klang- und Theaterräume, Massagen, gesunde Snacks … Nutznießer dieses klammheimlichen Wettbewerbs um die schönste Wohlfühl-Oase ist die stetig wachsende Gemeinde erholungssuchender Wellness-Freaks: also WIR. Ab und an gönnen wir uns also diesen Luxus, etwas ganz Besonderes zu sein: Alltagsaussteiger in Bademänteln. Und sei es für ein paar Stunden. Weiterlesen

Impressonisten und Mattheuer zum Auftakt: Das Museum Barberini öffnet im Januar 2017

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Wolfgang Mattheuers „Ein merkwürdiger Abend“ (1975) aus der Sammlung Hasso Plattners. Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Nun steht der Eröffnungstermin fest: Ab 23. Januar 2017 gibt es im Museum Barberini am Potsdamer Alter Markt die erste Ausstellung. Zum Auftakt sind unter anderem Bilder von  Claude Monet, Auguste Renoir und Gustave Caillebotte zu sehen. Unter der Überschrift  Impressionismus. Die Kunst der Landschaft geht es um das Naturverständnis der Moderne. Weiterlesen