„Wir lassen es uns richtig gut gehen“: beim Fest des Tanzes im Nikolaisaal

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Zum Fest des Tanzes gehört natürlich auch Ballettmusik aus Tschaikowkys Schwanensee: zu hören beim Sinfoniekonzert des Neuen Kammerorchesters Potsdam im Nikolaisaal.

Getanzt wird im Kopf: Leichtfüßig schweben wir dahin zu den Perlen der Ballettmusik, zu den wilden und melancholischen Weisen osteuropäischen Kolorits. Dieses Fest des Tanzes ist ein „Best of“ der Romantik, sagt Ud Joffe. Er steht am Dirigentenpult, wenn sein Neues Kammerorchester Potsdam am Donnerstag im Nikolaisaal gastiert. Zu hören sind bei diesem 3. Sinfoniekonzert einige der „Ungarischen Tänze“ von Brahms, der „Slawischen“ von Dvořák sowie Märchenhaftes aus Tschaikowskys „Nussknacker“ und „Schwanensee“. Sie fließen in einer schwungvollen Mixtur  zusammen: heiter und beseelt. „Wir lassen es uns an diesem Abend einfach gut gehen“, so Joffe. Dazu bedient er sich einer Vielzahl bezaubernder Melodien, die längst zu Ohrwürmern geworden sind und lässt sie umrahmen von der unterhaltsamen Moderation Holger Wemhoffs, „The Voice“ von Klassik Radio. Weiterlesen

Fête de la Musique – eine Bühne für alle! Wer mitmachen will, kann sich noch bis Ende Februar bewerben

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Fete de la Musique, das größte Musikfest Potsdams – für alle, umsonst und draußen | Foto: promo / KULTURtänzer

Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, doch die Planungen für die kürzeste Nacht des Jahres laufen bereits auf Hochtouren: Die „Fête de la Musique“ wird in diesem Sommer in Potsdam zum 12. Mal stattfinden. Traditionell wird das unkommerzielle Musikfestival zur Sommersonnenwende am 21. Juni in mehr als 500 Städten auf der ganzen Welt zeitgleich gefeiert. Noch bis Ende Februar können sich Musiker für einen Auftritt bei der „Fête“ bewerben und Gastronomen ihre Locations als Veranstaltungsort ins Spiel bringen. Die Kultursegler (KS) sprachen mit Benno Frevert, Programmkoordinator der Fête de la Musique und langjähriges Mitglied des KULTURtänzer e.V., dem Potsdam seit jeher die Organisation des Festivals verdankt. Weiterlesen

Das neue Jahr wird angeblasen – Mit Vergnügen auf dem Pfingstberg

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Von königlicher Schönheit: das Belvedere auf dem Pfingstberg. Am Neujahrstag gibt es dort um 12 Uhr das traditionelle Bläserkonzert. Foto: SPSG

Es gehört zum Pflichtprogramm für fast jeden unserer Besucher. Wer mit uns gemeinsam Potsdam erkunden will, muss als erstes hoch auf den Pfingstberg. Manchen schwindelt‘s beim Aufstieg der engen Wendeltreppe des Belvedere. Aber der Ausblick lohnt die Mühe: die von Lenné gestaltete Kulturlandschaft zeigt sich von den beiden Aussichtstürmen auf dem Pfingstberg in ihrer ganzen Herrlichkeit – wohl komponiert und voller Überraschungen. Man sieht die Grazie, mit der die Wasserläufe sanftmütig das grüne Eiland durchziehen, spürt das perfekt in Szene gesetzte Zusammenspiel von Natur und Architektur.

Egal von welcher Seite man sich nähert: Der Pfingstberg mit seinem königlichen Belvedere, entworfen von Friedrich Wilhelm IV. höchst persönlich, präsentiert sich weithin sichtbar mit seinen stattlichen Türmen, die wie Ausrufezeichen in die Landschaft gesetzt sind. Je näher man kommt, umso geheimnisvoller gibt sich das Ensemble. Erst wer seinen grünen Gürtel, den romantischen Garten, durchschreitet, erkennt die Schönheit bis in den Kern.

Welcher Ort könnte also passender sein, um das neue Jahr zu begrüßen?! Die Kultursegler empfehlen deshalb, den Silvester-Kater am Neujahrsmittag dorthin auszuführen und dabei den Blechbläsern von „Con Piacere“, was so viel wie „Mit Vergnügen“ heißt, zu lauschen. Weiterlesen

Lebendiges Mittelalter – Carmina Burana im T-Werk

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Foto: G. Gnaudschun

Es beginnt mit einem rasanten Siegeszug: “O Fortuna“, Herrscherin der Welt, sei gepriesen! Nach diesem schmetternden Glückstaumel folgen leisere Töne: sanft und hold wie der Frühling. „Carmina Burana“, das Meisterwerk Carl Orffs, ist voll zarter und zugleich derber Empfindungen. Es ist ein bizarres Spiel aus Licht und Schatten. Aus der umfangreichsten Sammlung weltlicher lateinischer Lyrik des Mittelalters entstanden, verherrlicht es die Liebe, beschreibt die Freuden und auch Leiden des Alltags und prangert die Laster des Klerus und der weltlichen Herrscher an.

„Carmina Burana“, dieser kontrastreiche Dauergast auf allen Konzertpodien der Welt, ist inzwischen am Jahresende zu einer festen Größe im T-Werk geworden. Weiterlesen

Köttel unterm Baum: Hasenscheiße spielen ihr traditionelles Weihnachtskonzert

Hasenscheiße spielen im Privatclub
Hasenscheiße spielen im Privatclub

„Oft haben Bands tolle Namen, liefern jedoch musikalische Exkremente. Hier isset andersrum.“ –

Hasenscheiße sind eine Institution – schon seit vielen Jahren reist die Potsdamer Band kreuz und quer durch das Land und lässt mit ihren unverwechselbaren „Trash-Balladen“ aus mittlerweile drei Alben die Fan-Schar stetig wachsen. Dabei erzählen die „Hasen“ im feinsten Berlinerisch mit ihren vermeintlich sinnbefreiten bis pseudo-philosophischen Texten (die auf den zweiten Blick aber nicht selten eine tiefere Bedeutung offenbaren) phantasievolle Geschichten, bei denen man sich ein ums andere Mal schmunzelnd fragt, welcher verdrehten Gehirnwindung diese entsprungen sein könnten. Aber zum Überlegen bleibt wenig Zeit: Konzerte von Hasenscheiße sind beste Unterhaltung, die Musik treibt zum Tanzen, Hits wie „Bernd am Grill“, „Die Waden eines Barden“ oder „Süßwasserboys“ gehen sofort ins Ohr und animieren zum Mitsingen.

Eine Konstante im Tourleben der Band ist das schon traditionelle Heimspiel um die Weihnachtstage herum. Weiterlesen

Sehnsucht nach neuen Welten – Sinfoniekonzert in der Erlöserkirche

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Von unserem Gastautor Klaus Büstrin

Es wird in der Reihe der diesjährigen Sinfoniekonzerte des Neuen Kammerorchesters Potsdam, das sein 15-jähriges Jubiläum feiert, viel getanzt. Stand im ersten Konzert der höfische Tanz im Mittelpunkt, so hat am Donnerstag in der Erlöserkirche der Tango ein Wort mitzureden. Weiterlesen

Wodka, Herz und Seele – 44 Leningrad feiern ausgelassen ihre 25 Jahre

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Im Rausche der Nacht.

Es ist kein Abend, der an Tanzen denken lässt. Die Bilder aus Paris machen fassungslos. Tränen des Entsetzens und der Ohnmacht laufen übers Gesicht. Wir sitzen niedergedrückt in unseren Sesseln, können nicht fassen, was uns da an Grausamkeit ins Wohnzimmer flimmert. Junge Leute, die nichts als feiern wollen, werden blindlings niedergeschossen. Von anderen Jugendlichen.

Und dann ist da die Verabredung: 44 Leningrad spielen am Samstagabend im Freiland. Hingehen, die Fernsehbilder einfach abschütteln? Weiterlesen

Seelenmesse im Vocalise-Glanz

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In der Erlösererkirche entfaltete sich der musikalische Glanz des Mozart-Requiems.

Aufgewühlt und beseelt verlassen die Zuschauer das Gotteshaus. Die meisten stehen noch plaudernd unter der großen Blutbuche auf dem Vorplatz und tauschen ihre Eindrücke aus. Es wirkt nach: das Mozart-Requiem, dieses monumentale Werk in seinen Abgründen und lichtem Glanz. In großen Schwingen legte es sich wie eine Klangglocke über die dicht besetzten Reihen. Immer wieder ist es diese Eintracht von Musik und Raum, die die Konzerte in der Erlöserkirche so besonders und einmalig machen. Weiterlesen

Das Fremde in uns – die Vocalise nähert sich einem großen Thema auf leise Weise

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Bei der Vocalise 2015, die am 5. November beginnt, geht es nicht um den Blick auf Andere, sondern auf uns selbst: auf unsere eigene Kultur, die wir sehr schätzen und die uns dennoch manchmal fremd ist.

Allerorts sind wir von dem Thema Fremdheit umzingelt. Pegida-Aufmärsche machen uns wütend, hitzige Talkrunden in den Medien müde. Wir unterschreiben Petitionen gegen Fremdenhass, spenden Geld und Kleidung, erwägen eine Patenschaft – und schauen zugleich verstohlen auf die so anders aussehenden Menschen unter Kopftüchern und langen Gewändern, denen wir in Potsdam mehr und mehr begegnen. Ist dieser Fremde auf der anderen Straßenseite „nur“ Flüchtling oder führt er gar Böses im Schilde? Der Glaube an das Gute im Menschen, auch in uns selbst, wird auf die Probe gestellt und verlangt Vertrauen.

Auch in der „Vocalise“, dem traditionellen Vocalfestival des Herbstes, geht es um das Fremde. Allerdings nicht um Syrer oder Afghanen, unsere neuen unbekannten Nachbarn. Nein Ud Joffe, der künstlerische Leiter der Vocalise, möchte vor allem das Fremde in uns selbst hinterfragen: auf eine unaufgeregte, subtile Weise. Weiterlesen

Musik kann helfen – Benefizkonzert in Töplitzer Dorfkirche

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Das Tico-Tico Ensemble von der Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ spielt in der Alt Töplitzer Dorfkirche. Der Erlös ihres Benefizkonzerts: 1452 Euro. Foto: he

Die Kirche ist gut gefüllt. Es hätten aber durchaus noch mehr Menschen sein dürfen, die hier zusammenrücken und ein Zeichen setzen. Ein Zeichen der Solidarität mit den neuen Nachbarn, die im Flüchtlingsheim Ferch/Glindow untergebracht sind. Ihnen gilt dieses Benefizkonzert am Samstagnachmittag  in der Alt Töplitzer Dorfkirche. Weiterlesen