Nein, der vom Sturm umgeknickte Baumriese vor der Villa Quandt war kein Menetekel. Die guten Geister kehrten rechtzeitig zurück und ermöglichten die gestrige Eröffnung von lit:potsdam. Mehr noch: Das stark reduzierte Kartenkontingent kann ab Donnerstag corona-gerecht erhöht werden und leerausgegangene Festivalliebhaber kommen nun doch noch auf ihre Kosten. Der Auftakt mit Sharon Dodua Otoo und Mithu Sanyal erwies sich jedenfalls als Glücksstunde unter heiterem Himmel.→ weiterlesen
„Alle waren scharf auf Corinna“. Ostdeutsche Filmstars erinnern sich
Der „Heiße Sommer“ erweist sich nur noch als lauwarm. Auch bei der Komödie „Wie füttert man einen Esel“ ermüde ich auf halber Strecke – trotz Manfred Krug in der Hauptrolle und Renft, der Lieblingsband meiner Jugend, im Live-Auftritt. Die Liebesdramatik von „Paul und Paula“ packt mich indes erneut, auch der so herrlich aufmüpfige Manne Krug-Brigadier Balla in „Spur der Steine“ altert nicht. Das bunt zusammengeschnürte und sehr sehenswerte DEFA-Geburtstagspaket in der ARD-Mediathek, das leider zum Teil schon wieder entschwunden ist, spült viele Erinnerungen hoch. Und wer sie untersetzen möchte mit Wissen aus erster Hand, der sollte zu dem druckfrischen Buch „Im Gespräch. Knut Elstermann befragt ostdeutsche Filmstars“ greifen.
Über Gott und die Welt. Das Poetenpack lädt sein kleines Publikum zur turbulenten Rettungsaktion „An der Arche um Acht“ ein
Am liebsten würde der kleine Pinguin diesen dreisten Schmetterling abmurksen. Wieso kann der fliegen, während der kleine Pinguin am Boden rumdümpeln muss?! Dabei hat er doch auch Flügel. Die Welt ist wirklich ungerecht. Da kann so ein Pinguin schon mal ausrasten. Aber Vorsicht: Gott sieht alles! Bei der nun endlich live stattfindenden ersten Premiere der Spielzeit geht es um große Themen für kleine Leute. Das Poetenpack lädt ein zu einem aktionsreichen Treffen: „An der Arche um Acht“. → weiterlesen
Einsam verließ sie Potsdam. Auf ihrem letzten Weg wurde Kaiserin Auguste Victoria von einer großen Menschenmasse in Sanssouci begrüßt
Rund 200 000 Menschen säumten die Straßen und Wege des Parks Sanssouci. Sie wollten dabei sein, als am 19. April 1921 der Sarg mit der im niederländischen Doorn verstorbenen Ex-Kaiserin Auguste Victoria den Zug in der ehemaligen Hofstation Wildpark verließ. Von dort aus ging es vorbei am Neuen Palais zum Antikentempel, das zu ihrer Grablege wurde. Die vielen Potsdamer und Gäste wollten der letzten deutschen Kaiserin, die nur 62 Jahre alt wurde, die letzte Ehre erweisen. Viele kamen aus Neugierde, um an einem großen royalen Ereignis teilzunehmen, andere wollten der Landesmutter noch einmal Dank sagen. Ein erstaunlicher Vorgang, denn die neue Regierung der soeben gegründeten Weimarer Republik, die den Hohenzollernbesitz verstaatlicht hatte, genehmigte zwar die Beisetzung Auguste Victorias, doch sollte sie ursprünglich nur privaten Charakter haben. Mit dieser Menschenansammlung hatte man wohl nicht gerechnet. Wilhelm II. und Kronprinz Wilhelm war die Teilnahme untersagt worden.→ weiterlesen




