Der Lieblingsfilm des Kommissars: Cinéma Privé im Filmmuseum mit Mark Waschke

"Der Spiegel / Serkalo" (Sowjetunion, 1975) von Andrej Tarkoswkij - am 8. Dezember vorgestellt von Mark Waschke im Filmmuseum Potsdam (Foto: imdb)

Wir kennen ihn vor allem als smarten, nicht immer ganz durchschaubaren Kriminalhauptkommissar Robert Karow: Mark Waschke. Zusammen mit Nina Rubin (Meret Becker) bildet er seit 2015 ein ungleiches Ermittlerduo im Berliner Tatort – er mit messerscharfem Verstand, sie vor allem mit Herz und Schnauze. Am kommenden Freitag zeigt sich der Schauspieler jedoch ganz privat und präsentiert gemeinsam mit Filmexperte „Kino-King“ Knut Elstermann (Radio1) im Filmmuseum Potsdam seinen persönlichen Lieblingsfilm: „Der Spiegel“ (Sowjetunion, 1975).
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Kantorei-Jubiläum mit einer Hommage an Monteverdi: Am Sonntag ist in der Erlöserkirche die Marienvesper zu erleben

Sternenbekränzt. Die Potsdamer Kantorei während eines Konzerts in der Erlöserkirche. Foto: Stefan Gloede

Von Gastautor Klaus Büstrin

Die Potsdamer Kantorei wird 60 Jahre alt und feiert dieses Jubiläum am Sonntag mit einem Konzert in der Erlöserkirche. 1957 von Kirchenmusikdirektor Friedrich Meinel als übergemeindlicher Chor gegründet, entwickelte sich die Kantorei zu einem der leistungsfähigsten Ensembles Potsdams und darüber hinaus. Große Oratorien von der Barockzeit bis zum 20. Jahrhundert bestimmen das Repertoire der rund 120 Sängerinnen und Sänger. Nach Meinels Eintritt in den Ruhestand übernahm der aus Israel stammende Dirigent Ud Joffe die Leitung des Chores. Natürlich hat er ihn mit eigenen, innovativen Impulsen weitergeführt. Die klangliche Qualität, die Öffnung zu unbekannten Werken, die auch ganz alt sein können, sowie  die musikalische Herangehensweise machen die Kantorei zu einem Klangkörper, dessen Aufführungen man immer  mit großer Spannung verfolgen kann. Zum Jubiläum musiziert die Kantorei die „Marienvesper“ gemeinsam mit Gesangssolisten sowie dem Barockorchester Capella Nuova zum ersten Mal. Die Aufführung am Sonntag, 3. Dezember (1. Advent) um 17 Uhr in der Erlöserkirche Potsdam ist auch eine Hommage an Claudio Monteverdi, dessen 450. Geburtstag die Musikwelt in diesem Jahr feiert.
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Es geht weiter: Die Sperls eröffnen am 10. Dezember ihre neue Galerie

Sie sind wieder dort gelandet, wo sie 1978 nach ihrem Einzug in Potsdam begonnen haben: in dem ehemaligen Haus des Kabaretts Obelisk. In der Schopenhauer Straße 27 geht es nun also weiter mit der Sperl Galerie. „Es sind nicht die großen Räume, in denen Rainer damals für Ausstattung, Plakate und Bühnenbild sorgte und ich die Öffentlichkeitsarbeit des Kabaretts organisierte. Es sind kleinere, bezahlbare Räume“, sagt Ursula Sperl. Nachdem die Galeristen fast über Nacht ihre Galerie an der Fachhochschule Am Alten Markt verlassen mussten, sind sie froh, jetzt weiter arbeiten zu können. Nach den 500 Quadratmetern Galeriefläche an der FH nun auf 80 Quadratmetern in dem großen weißen Haus nahe des Luisenplatzes. „Wir sind auch in klein geübt“, sagte Uschi Sperl, inzwischen wieder gefasst, und erinnert sich an ihre Zeit in den Räumen am Nikolaisaal.→ weiterlesen

Sanft und zornig: „Rio Reiser. König von Deutschland“ wird am Hans Otto Theater umjubelt

Da rockt und vibriert es gewaltig. Moritz von Treuenfels und seine Band rollen für „Rio Reiser, König von Deutschland“ den Teppich aus

Für diese Inszenierung muss man nicht werben. Karten gibt es erst wieder für die Aufführung am 1. Januar 2018. Es hat sich wie im Lauffeuer herumgesprochen, dass sich dieser Abend am Hans Otto Theater lohnt. Stehende Ovationen, Bravos und zwei Zugaben gab es zur Premiere. Das Theater am Tiefen See verwandelte sich in eine mitschwingende Konzerthalle, die für „Rio Reiser. König von Deutschland“ den Teppich ausrollte. In dem Schauspielmusical von Heiner Kondschak setzt Moritz von Treuenfels die schwarze Schiebermütze von Rio auf und füllt sie atemberaubend aus. Die rauchig dunkle Stimme des Schauspielers mäandert zwischen balladesk und rockig, zornig und sanftweich. Er zieht hinab in die Niederungen und schießt pfeilschnell wieder hinauf. Die ganze Palette jugendlicher Aufruhr und Sehnsucht durchzieht diesen liebesdurstigen rebellischen Gesang, der den Abend bestimmt. Dieser zarte verletzliche Mann durchlebt feinnervig seine Rolle und füllt das Original mit dem ganzen Körper aus.→ weiterlesen