Krampnitz und der Charme des Verfalls

Die Natur holt sich das Gelände zurück - bald entsteht hier ein neuer Stadtteil | Foto: ro

Die Führungen durch das Entwicklungsgebiet Krampnitz waren im Nu ausgebucht. Das Interesse an so genannten „lost places“ ist groß. Der Charme des Verfalls von Orten, die Geschichte(n) erzählen, zieht viele in ihren Bann – Hobbyfotografen, Nostalgiker und Träumer, aber auch Historiker und Architekturinteressierte. Die Besucherströme durch die Beelitzer Heilstätten, zum Beispiel, ebben selbst nach zehn Jahren nicht ab. Wahrscheinlich hätte auch die Pro Potsdam, der Entwicklungsträger des ehemaligen Militärgeländes im Norden Potsdams, keine Probleme, doppelt so viele geführte Touren voll zu kriegen. Zumal diese, durch die Landeshauptstadt subventioniert, kostenfrei angeboten werden. Alle geplanten Führungen bis Oktober 2018 sind restlos belegt. Wir hatten das Glück, uns in Krampnitz umsehen zu können und möchten euch an unseren Einblicken teilhaben lassen (mit Fotogalerie).→ weiterlesen

Leere Herzen – Juli Zeh wirft einen Blick in die Abgründe der Zukunft

Fesselnde Lesung im Waschhaus, Foto: Sophie Jäger

Die Waschhaus Arena ist ausverkauft. Juli Zeh zieht. Spätestens seit ihrem Erfolgsroman „Unterleuten“. Jetzt las die Autorin aus ihrem neuen Buch „Leere Herzen“ und plauderte mit „Kino-King“ Knut Elstermann (RadioEins) über Politik, die Vereinzelung der Gesellschaft und darüber, wie schwer es fiel, ihr neuestes Werk zu Papier zu bringen.→ weiterlesen

Wunder gibt es immer wieder. Spazieren und Saunieren am Pilgerort Bad Wilsnack

Einst Pilgerhochburg, heute fast ausgestorben: Bad Wilsnack in der Prignitz.

Sie galt als das Santiago de Compostela des Nordens: die einstige Pilgerstadt Bad Wilsnack. Wir sind mit dem Auto hier. Statt die 135 Kilometer zu wandern, um 135 Tage Sündenerlass zu bekommen, sind wir die B5 hochgetuckelt: vorbei an honiggelben Rapsfeldern und rosablühenden Apfelbäumen. Die Laufschuhe im Koffer. → weiterlesen

Auf der Suche… Balbina erfüllt den Nikolaisaal

Gastbeitrag von Annika Beyer

Wie so oft, kaufte ich die Karten für das Konzert von Balbina auf Verdacht und aus Vertrauen auf die Nikolaisaal-Auswahl, mit der ich bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Die deutsch-polnische Künstlerin war mir bis zur Programmheftrecherche tatsächlich gänzlich unbekannt. Umso größer war der Aha-Effekt dann am Samstagabend. Balbina, die in der Musikszene allerdings schon längst kein Geheimtipp mehr ist, schließlich war sie 2015 mit Herbert Grönemeyer auf Tour und zuvor als Bina im Berliner Raum schon recht erfolgreich in den Clubs, scheint nur mir unbekannt zu sein. Der Saal war gefüllt mit Fans jeden Alters.→ weiterlesen