Entspannung und alternative Heilmethoden: die ETAGE 3 lädt zum Tag der Offenen Tür

 

Tage-des-Lichts-e1473171929951-576x1024„Wir sind neu – wir sind anders – wir sind ganzheitlich und schauen hinter die „Fassade“. Mit diesem Slogan wirbt die „Etage 3“ in der Zeppelinstraße 47A. Sie steht für Therapie, Körperarbeit, Workshops, Kurse und Seminare und ist eine neue Gesundheitsadresse in Potsdam, die man sich merken sollte. Auch zwei Arztpraxen sind angeschlossen: die Schmerztherapie Gunhild Wodni und die Psychotherapie Sabine Ranke.

Schnell fährt man an diesem Ort in der Zeppelinstraße vorbei, dessen Reiz sich erst nach Betreten der hellen und klar strukturierten Räume offenbart. Ich hatte das Glück, der Ärztin Gunhild Wodni bei einer Fahrradtour zu begegnen und sie bot mir an, meinen Kurs Biografisches Schreiben dort zu veranstalten. Eine gute Idee. Auch eine Freundin geht Anfang November dort vor Anker und lehrt Achtsamkeit und Entspannung bei Yoga Nidra. Es ist also ein weit gespanntes Netz, das sich dort ausbreitet.

Am kommenden Samstag ist die Öffentlichkeit von 15 bis 18 Uhr eingeladen, hinter die Türen des wachsenden Angebotes zu schauen. Neben kleinen fachlichen Beiträgen zu alternativen Heilmöglichkeiten gibt es die Möglichkeit, sich selbst in den gebotenen Kurzpräsentationen ausprobieren.

In den Vorträgen geht es um Narbentherapie, Krisen rund um die Geburt, Zehenlesen, Kundaliniyoga, Integrative Köpertherapie, Kinesiologie und vieles mehr.

Und auch für den kulturellen Teil ist gesorgt. Der Pianist und Pädagoge Alexander Heinrich präsentiert gemeinsam mit Marek Kaszuba am Bass die „Sieben Tage des Lichts“. Diese Tänze entstanden im Sommer 2016 nach einer Kalabrienreise und lassen Raum für Improvisation.

Ab 20.30 Uhr wird dann gemeinsam das Tanzbein geschwungen.

Das genaue Programm ist auf www.etage3-Potsdam.de zu finden.

Samstag, 24. September 2016, 15 bis 18 Uhr‚ ETAGE 3, Zeppelinstraße 47a, gegenüber vom art-hotel

Er wirkte bis in die kleinste Dorkfkirche: „Modemacher“ Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg

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Sie ist eine der ersten Porträtskulpturen in der Kunstgeschichte: Die Büste Karl. IV. am Veitsdom. In der Potsdamer Ausstellung gibt es einen Gipsabdruck zu sehen.

Die erste seiner vier Ehen wurde gestiftet, als Karl IV. sieben Jahre alt war. Im gleichen Alter wie seine Frau Blanca. Eine Hochzeit aus politischem Kalkül. Gleich danach wurde das junge böhmisch-französische „Glück“ getrennt. Blanca reiste aus Paris ab, der junge Königssohn aus Prag lernte am französischen Hof Schreiben und Rechnen. Als er schießlich den Thron bestieg,  galt er als erster böhmischer König, der lesen konnte und zudem fünf Sprachen beherrschte. So jedenfalls ist es auf der spannend gestalteten Internetseite des tschechischen Tourismus www.karl700.de zu lesen. Die umfangreiche Ausbildung in Frankreich öffneten dem klugen hellsichtigen Mann sicher auch die Augen für die Schönen Künste. Und um die geht es  vor allem in der Ausstellung „Karl IV. Ein Kaiser in Brandenburg“, die  bis Januar 2017 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte zu sehen ist. Weiterlesen

Was Theater kann! Das große Fest zum Spielzeitbeginn

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Auch neue Gesichter gibt es zu entdecken. Frédéric Brossier ist einer der drei neuen Ensembleschauspieler. Er spielt schon jetzt im „Sommernachtstraum“.

Das Theater zeigt am Samstag zum Auftakt der neuen Saison, was die Kunst im Inneren zusammenhält. Ob Schauspieler, Tischler, Inspizient oder Requisiteur – sie alle gestalten eine knallbunte „Vorstellung“, in der sie sich auch selbst den Spiegel vorhalten. An geheimnisvollen Orten zwischen Werkstätten und Bühne können die Zuschauer an offenen Proben teilnehmen, Schau-Aktionen der künstlerischen Abteilungen erleben oder sich auf eine „Kleine Theaterweltreise“ begeben, bei der es auch Kostproben aus kommenden Stücken gibt.
Die Mitarbeiter offenbaren, was Theater alles kann und entfachen ein „Feuerwerk“ aus Licht und Ton und künstlerischer Raffinesse. Weiterlesen

Gärtner führen keine Kriege: Preußens Arkadien hinter Stacheldraht.

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Lennés Idee der Sichtachsen wurde pervertiert: Denn auch die Grenzer wollten „Sichten“. Allerdings in anderem Sinne. Es ging ihnen um ein „freies Sicht- und Schussfeld“.

Immer wenn ich durch den Sacrower Park laufe, sehe ich unter dem frischen Grün das Blut getöteter Hunde. Am Rande einer Führung durch das Schloss erzählte vor ein paar Jahren ein Mitarbeiter, wie nach dem Fall der Mauer die hier ausgebildeten Grenzhunde erschossen wurden. Sie hatten ihre Schuldigkeit getan.

In der bis 13. November laufenden Ausstellung „Gärtner führen keine Kriege“ gerät der Zuschauer wieder mitten hinein in diese Zeit der tollwütigen Bespitzelung, in der Mensch, Natur und auch Tier skrupellos missbraucht und notfalls zur Strecke gebracht wurden. Da zählte keine Kulturlandschaft, wie sie sich einst Lenné und Pückler unter königlicher Order erdachten und mit Sichtachsen, blühenden Wiesen und schwungvollen Wegen in Szene setzten. Da wurde platt gemacht, was dem Blick auf mögliche Grenzflüchter im Wege stand. Das Schussfeld musste frei sein. Weiterlesen

Tanzen bis der Arzt kommt: Straßenfest zum Saisonauftakt des Nikolaisaals

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Wenn sie spielen, wird getanzt: die Kölner Jungs Bukahara unterhalten mit Gipsy, Reggae und Balkan Sound

Wie immer zum dreitägigen Saisonauftakt, kommt auch das Straßenpublikum auf seine Kosten. Der Nikolaisaal lädt Samstagabend open air und  ohne Eintritt zur ausgelassenen „Ouvertüre“  der kommende Spielzeit.  Mit Doc Horn & The Hornbabes kann ab 19.30 Uhr in der lichtgetränkten Wilhelm-Staab-Straße getanzt werden, bis der Arzt kommt. Es gibt Rock’n’Roll, Rockabilly und Swing, gewürzt mit einer rebellischen Portion Punkrock. Doch aufgepasst: Auch für den anschließenden PopFolkSwingArabicBalkan von Bukahara sollte man Kraft bewahren. Denn bei diesen Jungs ist ebenfalls klar: „Wenn wir spielen, wird getanzt“ – bis die Pflastersteine glühen. Weiterlesen

Im Land der Stille. Wenn Uckermärker auf Urlauber treffen

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Abtauchen in der Uckermark. Der Ferienhaus-Park Brennickenswerder liegt zwischen dem Großen Lychensee und dem Mellensee.

„Wo ist denn Deine Bäuerin?“, fragt unser Enkel den stämmigen Bauern, an dem nur der zottelige Hund an seinem Bein sympathisch dreinschaut. Die Bäuerin ist ihm offensichtlich abhanden gekommen, ebenso wie seine Kühe und Hühner, mit denen er im Internet geworben hat. Der Stall steht leer, frische Milch gibt es nur auf dem Bauernhof zwei Kilometer entfernt. Wir hatten dennoch unseren Urlaubsspaß: am uckermärkischen Mellensee, obwohl wir uns regelmäßig des Bauern Tiraden über die schrecklichen Urlauber aus Berlin anhören mussten. Sein Nachbar kam auch nicht besser weg. Offensichtlich fehlte diesem Poltergeist schon länger die Frau. Das war im vergangenen Jahr. Wir fuhren in diesem Jahr wieder in die Uckermark: wieder an den Mellensee – allerdings an einen anderen. Die Uckermark hat zwei davon, beide in der Nähe von Lychen. Weiterlesen

Lilis August-Rezept: Gefüllte Schmorgurke

Zum Spätsommer gehören für mich IMG-20160819-WA0000neben Sonnenblumen, Pilzsammlerglück und eingesponnene Fensterscheiben eine große Pfanne mit leckeren Schmorgurken. Allerdings heißt meine Zubereitungsart schlicht „Gurkengemüse“ und steht in dem zerfledderten „Wir kochen gut“-Rezeptbuch vom Verlag der Frau aus dem Jahre 1980. Darin werden die geschnippelten Gurken einfach in pfeffriges Mehl gewälzt, in Speck gebraten und in einem Senf-Brühe-Sud geschmort. Am Ende kommt noch ein Schuss Essig rein – fertig! Schmeckt immer – wenn die Gurken nicht gerade bitter sind. In diesem Sommer werde ich mich nun an Lilis Schmorgurken-Variante versuchen und alle, die ebenfalls Lust dazu haben, sei dieses Rezept empfohlen: Weiterlesen

Mein gelbes Wunder – gemalt von Barbara Raetsch. Ab Sonntag gibt es eine Ausstellung im Güldenen Arm

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Seh-Abenteuer. Barbara Raetsch lässt das Licht tanzen.

An manchen Tagen wirkt es erdenschwer und sommersatt. Das heitere Sonnengelb geht über in das matte Gold des Herbstes. Wie oft bin ich wohl schon mit meinem gelben Wunder in der Wohnung umgezogen, um es ins rechte Licht zu setzen, ihm den besten Auftritt zu gewähren?! Es ist immer wieder voller Überraschungen, dieses gemalte Farbspiel von Barbara Raetsch. Ich entdeckte es vor gut zehn Jahren in einer Ausstellung im Museumshaus „Im Güldenen Arm“, dort, wo ab Sonntag erneut die Bilder der Potsdamer Künstlerin zu sehen sind: diesmal anlässlich ihren bevorstehenden 80. Geburtstages. Weiterlesen

Wenn das Leben langsam wird

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Beine hoch und abtauchen…

Geduld. Das ist mein Zauberwort der Stunde. Nein der Wochen. Seit Anfang Juli liege ich bevorzugt auf der Couch – das linke Bein bandagiert auf der Lehne. Es muss heilen. Und dazu braucht es Zeit und Ruhe. Inzwischen fühle ich fast eine Schockstarre. Das Leben gleitet an mir vorüber und ich wiederhole mantramäßig: Nicht so schlimm. Das kannst du alles nachholen. Dennoch kribbelts vom Zeh bis in die Haarwurzeln. Wandern im Harz? – Ausgefallen! Fahrradtour nach Rathenow? Verschoben! Sportwochenende am Salzhaff Pepelow? Die Freunde tanzten ohne mich im „Zappelbunker“.

Dafür lese ich. Und lese … Der Stapel geborgter Bücher, die ich seit Monaten am Bettrand horte, ist aufgebraucht. Weiterlesen

Wo die Familie hochkant schlief – Neues bei den alten Spreewaldbauern in Lehde und Lübbenau

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Schaurig-schön: die Spreewaldlandschaft als perfekte Krimi-Kulisse – und für familienfreundliche Ausflüge

Der gerade wieder ausgestrahlte Spreewald-Krimi „Mörderische Hitze“ hat’s gezeigt: Nicht jeder versteht es, einen Kahn zu bauen. Der Frust darüber muss aber nicht gleich im Blutbad enden wie in dem schaurig-spannenden Fall von 2014, bei dem schon die Szenerie dunkle Gedanken weckte. Bei Tage besehen, ist der Spreewald an sich ein heiteres Plätzchen – auch wenn die Touris an Gut-Wetter-Wochenenden auf den Fließen für Kahn-Staus sorgen und gerne mal eine wilde Flucherei anstimmen, wenn sie mit ihren Paddelbooten festsitzen. Nach meinem jüngsten Ausflug gemeinsam mit dem Verein Kulturland Brandenburg steht indes fest: Ich bin bald wieder hier und zwar mit meinen Enkeln. Weiterlesen