Wellness mit Geschichte – Auszeit in der Schorfheide

Das Sauna-Haus direkt am Großdöllner See

Normalerweise haben wir die freien Tage nach Weihnachten für eine kurze Flucht in den Süden genutzt – um energiegeladen in das neue Jahr zu starten. Dieses Jahr entschieden wir uns dafür, den Jahreswechsel mal zuhause zu verbringen. Spätestens am 2. Januar wurde uns klar, dass das die falsche Entscheidung war. Zwar hatten wir ein nettes Silvester, aber die Aussicht, erst im Juni wieder Urlaub zu haben, deprimierte uns dann doch ganz schön.

Umso willkommener kam da die kleine Auszeit, die ich mir am vergangenen Wochenende mit zwei Freundinnen gönnte. Unser Ziel: ein Wellnesshotel in der Schorfheide.

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Potsdam ♥ Marzahn. Szenen aus dem Fußpflegesalon

Ein Buch auf Lesereise durch Potsdam: Marzahn, Mon Amour von Katja Oskamp.

Unser Tipp der Woche ist genau genommen ein Tipp für das ganze erste Quartal. So lange dauert nämlich die kleine Lesereise, die unter dem Motto „Potsdam liest ein Buch“ verschiedene Orte der Stadt besucht. Dabei führt uns diese Reise, zumindest gedanklich, ganz woanders hin: zur Pediküre in die „Platte“ Ostberlins. Wir sagen: Das kann man sich mal gönnen – denn man wird sicherlich interessante Persönlichkeiten kennenlernen! „Marzahn, mon amour – Geschichten einer Fußpflegerin“ von Katja Oskamp erzählt genau davon.

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In der Geschenkesucherei gibts so manche Grübelei…

Und jedes Jahr türmen sich die Geschenke wieder aufs Neue. Was legt ihr unter den Baum?

Jedes Jahr die gleiche Diskussion: Wollen wir uns wirklich noch alle gegenseitig beschenken – jetzt, wo die Familie immer größer wird? Reicht es nicht, wenn nur die Kinder bunte Päckchen auswickeln? Die Fraktion der Gerne-Schenkenden hat auch in diesem Jahr mal wieder gewonnen. Und somit beginnt das Nachdenken.

Der Kultursegler wartet für alle, die auch beim Grübeln sind, mit ein paar Geschenkideen auf: → weiterlesen

Walzer der Verdammnis: Eugen Ruge erzählt in „Metropol“ von seiner Großmutter und Stalins „Säuberungsaktionen“

Auf den Spuren seiner Großmutter: der Autor Eugen RugeFoto:Asja Caspari

Auf den Spuren seiner Großmutter: der Autor Eugen Ruge, Foto: Asja Caspari

Ein eisiger Wind schlägt dem Leser entgegen. Es ist nicht nur die klirrende Kälte des russischen Winters, die sich durch das Buch „Metropol“ zieht. Es ist vielmehr diese unsägliche Zeit, die alle Poren erstarren lässt, in der Bespitzelung, Verrat, ohnmächtige Angst gnadenlos um sich greifen. Jeder bangt um sein Leben: Bin ich der Nächste, der von Stalins Getreuen abgeholt, nach Sibirien geschickt oder erschossen wird? Eugen Ruges neuer Familienroman erzählt anhand der Geschichte seiner Großeltern von den „Säuberungen“ in der Sowjetunion auf ihrem Höhepunkt von 1936 bis 1938. Rund 1000 Menschen wurden damals täglich exekutiert – so die Schätzungen. Seine Großmutter Charlotte, die schöne Übersetzerin, und ihr zweiter Mann Hans, kamen mit dem Leben davon. Doch sie schwiegen zeitlebens über diese anderthalb Jahre im „Metropol“, dem Luxushotel in Moskau, das nichts anderes als ein Gefängnis war: in dem die Wände Ohren hatten, wo jeder nervös beim Frühstück um sich schaute, wer nun wieder fehlte, weil er nachts abgeholt wurde.→ weiterlesen