Mitsinge-Chorfest zwischen Findlingen

Kähnsdorf – wir kommen! Der Aus-Freude-Singen-Chor Potsdam macht sich warm. Foto: he

Auf diesen sonntäglichen Ausflug freue ich mich schon lange: Endlich schaffe ich es, mir den vielgepriesenen Skulpturengarten am Seddiner See anzusehen. Und zugleich darf ich dort singen! Unser Potsdamer Aus-Freude-Singen-Chor ist eingeladen worden, das Chortreffen im Findlings- und Skulpturengarten mitzugestalten.

An die 200 Sänger sollen es werden, die sich am 30. August musikalisch verbünden. Fünf Chöre singen und swingen sich unter freiem Himmel durch ihr vielseitiges Repertoire an Volksliedern, Klassik, Evergreens, Spirituals, Rock und Pop. Da wird „querbeet“ gepflückt, was es an Klangschönheiten am Wegesrand gibt. Das kann nur Frohsinn stiften.→ weiterlesen

Feinste „Häppchenkultur“

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„Brigandu“ spielt keltische Musik zum Dahinschmelzen / Foto: Jäger

Monde hängen in den Bäumen, Liebesfalter schwirren durch die Lüfte: ein Sommerabend der Leidenschaft. Die Schirrhofnächte verzaubern mit einem sanft prickelnden und zuweilen auch überschäumenden Charme. Es ist ein herrliches Flanieren zwischen den einzelnen Kulturquartieren, die sich alle für diese Nacht geöffnet haben.→ weiterlesen

Das Gesicht des Museums Barberini

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Die neue Barberini-Direktorin Ortrud Westheider / Foto: Barberini

In dieses Gesicht schaut man gern. Es ist offen und grübchen-verschmitzt und wirkt sofort sympathisch. Es gehört der neuen Museum-Barberini-Direktorin Ortrud Westheider, die im April 2016 nach Potsdam kommt. Die 50-jährige Westfälin soll ab 2017 die hochkarätige Kunstsammlung von Multimillionär Hasso Plattner an der Alten Fahrt sinnfällig und publikumswirksam in Szene setzen. Im Umgang mit Plattners gesammelter DDR-Kunst wird sie vielleicht wenig Erfahrung mitbringen, dafür aber steht sie den Impressionisten und der Klassischen Moderne sehr nahe.→ weiterlesen

Zehrfeld auf Tätersuche

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Das Ermittlerteam (Ronald Zehrfeld, Martin Brambach, Florian Panzner). Am 30. August ist Zehrfeld live zu erleben: in einer Lesung in Brandenburg. Foto: WDR/Wolfgang Ennenbach

Was muss das für ein Mensch sein, der Spaß daran hat, Kinder mit einem Messer zu massakrieren und ihnen dann die Kehle durchzuschneiden? Kommissar Heinz Gödicke versucht sich, in diesen kranken Menschen hineinzuversetzen, seine Triebe zu verstehen, zu begreifen, nach welcher Art Mensch sie bei diesem Mord in Eberswalde suchen. Damit steht er 1969 allerdings noch ziemlich allein da. Seine Kollegen von der Staatssicherheit vertrauen einzig auf das Rüstzeug, das ihnen die Polizeischule vermittelt hat. Dass es sich beim dem Täter um einen sadistisch veranlagten und psychisch kranken Menschen handeln muss, können Gödickes linientreue Kollegen nicht akzeptieren, denn solche Menschen gäbe es in der Deutschen Demokratischen Republik nicht.

Dass es sie doch gab, beweist dieser reale Justizfall des Kindermörders Erwin Hagedorn, den Stephan Wagner 2013 verfilmte.→ weiterlesen